Siemens und Mitsubishi Industries prüfen Gebot

Siemens holt sich für einen möglichen Alstom-Deal kurzfristig einen japanischen Partner ins Boot. Gemeinsam mit Mitsubishi Heavy Industries (MHI) wäge Siemens ein Gebot für die Alstom-Energietechnik ab, teilte der Münchner Konzern am Mittwoch mit. "MHI und Siemens werden bis zum 16. Juni entscheiden, ob ein Angebot an den Verwaltungsrat von Alstom abgegeben wird", hieß es.

Ziel sei eine Stärkung der künftigen Position der drei Unternehmen. "MHI wurde von Siemens eingeladen, sich zusammenzuschließen. Wir sind davon überzeugt, dass wir einen substanziellen Beitrag zu einer partnerschaftlichen Lösung für Alstom leisten können, der einen Mehrwert für alle beteiligten Parteien inklusive des Landes Frankreichs schaffen wird", erklärte Mitsubishi-Chef Shunishi Miyanaga.

Bis Montag soll eine Entscheidung fallen, am Sonntag zuvor tagt der Siemens-Aufsichtsrat. Siemens hatte erst jüngst Geschäfte mit den Japanern gemacht und seine Sparte für Stahlwerksausrüstung mehrheitlich an Mitsubishi übertragen.

Siemens liefert sich seit Ende April mit seinem US-Rivalen General Electric (GE) ein Tauziehen um Alstom. Die Amerikaner haben bereits ein Gebot abgegeben und wollen für die Energiesparte der Franzosen gut 12 Mrd. Euro auf den Tisch legen.

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