Staat fordert 5,4 Millionen von Grasser

Einkommenssteuer

Staat fordert 5,4 Millionen von Grasser

Ex-Finanzminister wurden neue Bescheide für 2003 bis 2010 zugestellt.

Neues Ungemach für Karl-Heinz Grasser: Wie das Profil berichtet, muss der Ex-Finanzminister empfindliche Steuernachzahlungen leisten. Laut neuen Einkommenssteuerbescheiden für die Jahre 2003 bis 2010 soll eine Nachzahlung in Höhe von 5,4 Millionen Euro fällig werden. 

Von den 5,4 Millionen entfallen 4,95 Millionen Euro auf die Einkommensteuer sowie 462.375 Euro auf so genannte Anspruchszinsen. Die Finanzverwaltung sieht es als erwiesen an, dass Grassers Stiftungskonstruktionen in Liechtenstein nebst angeschlossenen Briefkastenstrukturen auf Zypern und den Britischen Jungferninseln darauf ausgerichtet waren, die Honorare aus seinem Meinl -Engagement den "österreichischen Besteuerungsgrundlagen" zu entziehen. Zwischen 2007 und 2010 flossen an Grasser alleine aus seiner Tätigkeit für Meinl insgesamt 8,949 Millionen Euro, wovon gegenüber der österreichischen Finanz lediglich 3,375 Millionen Euro deklariert und versteuert wurden.


 Weiters geht die Finanz davon aus, dass auch jene 500.000 Euro, die Grasser zwischen 2005 und 2006 vorgeblich von seiner Schwiegermutter übernommen und für diese veranlagt hatte, ihm selbst zuzurechnen sind, ebenso die daraus erzielten Gewinne. Auch dafür soll Grasser nun Einkommensteuer bezahlen. Grasser beharrt jedoch im "profil" darauf, redlich gehandelt zu haben: "Ich habe keine Steuern hinterzogen und wollte das auch nie." Die Verantwortung für das Stiftungskonstrukt und für die von der Finanz monierte unvollständige Offenlegung trage ausschließlich sein früherer Steuerberater Peter Haunold von Deloitte, der dies gegenüber "profil" nicht kommentieren wollte.