Stahlkartell - voestalpine rechnet als Kronzeuge mit Straffreiheit

Die voestalpine hat nach eigenen Angaben die im Mai bei mehreren deutschen Stahlfirmen durchgeführten Hausdurchsuchungen aufgrund eines von ihr gestellten Kronzeugenantrages ausgelöst. Der Konzern rechnet aus heutiger Sicht durch seinen Beitrag zur Aufklärung mit einer Bußgeldbefreiung. Das "Schienenfreunde" genannte Kartell soll die Deutsche Bahn mit zu teuren Gleisen beliefert haben.

Der Gesamtschaden könnte laut deutschen Medien im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen. Die kolportierte Schadenshöhe ist für die voestalpine nicht nachvollziehbar und wird von ihr am Freitag in einer Aussendung ausdrücklich zurückgewiesen.

Mindestens zehn Jahre soll das Kartell mit dem Namen "Schienenfreunde" die Preise für Bahnschienen in Deutschland bestimmt haben. Dadurch sei vor allem die Deutsche Bahn geschädigt worden.