Südzucker hält an Jahreszielen fest

Europas größter Zuckerproduzent Südzucker hat trotz des Gewinneinbruchs im zweiten Quartal seine Jahresziele bekräftigt, ist aber skeptischer geworden. Nach dem Rekordjahr 2012/13 werde der Umsatz 2013/14 leicht steigen auf etwa acht Mrd. Euro, das operative Ergebnis zugleich jedoch um gut 15 Prozent auf 825 Mio. Euro sinken, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Mannheim mit.

Die Prognose stehe unter dem Vorbehalt, dass sich das wirtschaftliche Umfeld durch die andauernde Euro-Schuldenkrise nicht verschlechtere. Die schwache Wirtschaft, gestiegene Rübenpreise und die Übernahmekosten bei der Biosprit-Tochter Cropenergies verhagelten Südzucker im zweiten Quartal das Ergebnis.

Wie bereits Ende September mitgeteilt, sank das operative Ergebnis von Juni bis August im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 35 Prozent auf 194 Mio. Euro. Die schwachen Vergleichszahlen rühren allerdings auch daher, dass Südzucker im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung verbuchen konnte.

Im Hauptsegment Zucker machte dem MDax-Konzern die geringere Ernte im vergangenen Jahr zu schaffen, auch gingen die Exporte nach dem kräftigen Anstieg im Vorjahr zurück. Auch Einmaleffekte in anderen Sparten trieben die Kosten: So wurde im Juni eine neue Weizenstärkefabrik für Nahrungsergänzungsmittel in Österreich in Betrieb genommen. Die Bioethanol-Herstellung von Cropenergies wurde durch das Hochwasser in Ostdeutschland im Frühjahr gebremst. Zudem trieb eine Übernahme in Großbritannien die Kosten des Tochterunternehmens nach oben.

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