Tschechische CEZ will Slovenske-Anteile

Der tschechische Energiekonzern CEZ ist an der Übernahme des 66-prozentigen Anteils am slowakischen Energiekonzern Slovenske Elektrarne interessiert, den der italienische Stromversorger Enel verkauft. Nach Angaben der Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" hat CEZ eine Interessenserklärung an Enel eingereicht.

In den nächsten Tagen will CEZ den Italienern ein offizielles Angebot vorlegen. Die Gespräche mit Enel wurden vom CEZ-Boardmitglied Pavel Cyrani bestätigt. Italienische Medien hatten in den vergangenen Wochen berichtet, dass sich auch der russische Konzern Rosatom und der chinesische Koloss CNNC für den Anteil an Slovenske Elektrarne interessierten.

Enel hatte den Anteil an dem slowakischen Unternehmen im Jahr 2005 nach einer Privatisierungsintiative der Regierung in Bratislava erworben und dafür 840 Mio. Euro ausgegeben. Der Verkauf von slowakischen und rumänischen Assets sollen zum Schuldenabbau dienen. Enel ist der am höchsten verschuldete Versorger Europas und will seine Verbindlichkeiten von insgesamt rund 40 Mrd. Euro in diesem Jahr durch den Verkauf von Beteiligungen um 4,4 Mrd. Euro reduzieren.

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