UniCredit: "Haben in Osteuropa keine Probleme"

Nachdem die Erste Group wegen der Staatsschuldenkrise und teuren Firmenwertabschreibungen in Ungarn und Rumänien bekanntgegeben hat, dass sie für das Gesamtjahr 2011 einen Verlust von 700 bis 800 Mio. Euro erwarte, versichert UniCredit-Generaldirektor Roberto Nicastro, dass die Bank-Austria-Mutter keine Probleme in Osteuropa habe. "In Ungarn ist unsere Präsenz gering, in Mittel- und Osteuropa sehe ich keine Probleme", berichtete Nicastro.

Der Generaldirektor dementierte Mediengerüchte, wonach sich UniCredit von der türkischen Tochter Yapi Credi trennen könnte. "Die Türkei und unsere Tochter Yapi Kredi sind für uns prioritär. Yapi Kredi ist eine Bank, die in der Zahl der Filialen und in den Investitionen wächst", sagte Nicastro.

Yapi Kredi sei zur Zeit die viertgrößte Bank des Landes. "Wir zählen in der Türkei zehn Millionen Kunden, mehr als in Italien", so Nicastro. Das Management in der Türkei sei sehr solide. Die Türkei sei ein Land mit starkem Wachstum, was in Europa einmalig sei.