Audi-Absatz sank weltweit um 2,9 Prozent auf 1,6 Millionen Fahrzeuge. Trump-Hammer und China-Konkurrenz setzten der Volkswagen-Tochter zu.
Die neuen US-Zölle machen der Volkswagen-Tochter Audi zu schaffen. Der Absatz des deutschen Autobauers sank nach Angaben vom Mittwoch im vergangenen Jahr weltweit um 2,9 Prozent auf gut 1,6 Millionen Fahrzeuge. Audi sprach von anspruchsvollen geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
"Nicht nur eine intensive Wettbewerbssituation in China, sondern auch die amerikanische Zollpolitik stellten die gesamte Automobilbranche vor große Herausforderungen und wirkten sich auf das internationale Konsumverhalten aus", hieß es. Auch solide Ergebnisse in anderen Teilen der Welt konnten diese Einflüsse demnach nicht ganz ausgleichen.
Trump-Hammer: Zölle bremsten US-Geschäft
Zum Jahresschluss seien die Auslieferungen über dem Vorjahresniveau gelegen. Audi hatte in den vergangenen Jahren eine Reihe neuer Modelle auf den Markt gebracht, die erst nach und nach in den Verkauf gehen.
Allein für die USA und Kanada meldete das Unternehmen einen Rückgang um 12,2 Prozent. Die Marke mit den vier Ringen leidet darunter, dass sie über keine eigene Produktionsstätte in den USA verfügt und in ihrem US-Geschäft vollständig auf Importe angewiesen ist. Der Bestseller, das SUV Q5, kommt aus einem Werk in Mexiko. Andere Modelle werden aus Europa eingeführt. Audi strebt eine eigene Produktion in den USA an und prüft dazu verschiedene Optionen. Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume hatte zuletzt die Erwartungen gedämpft: Maßgeblich für eine Entscheidung sei eine umfangreiche finanzielle Unterstützung des amerikanischen Staates, welche es bisher nicht gebe, hatte er in einem Interview gesagt.
Sehr harte Konkurrenz auf chinesischem Markt
In China verkaufte Audi fünf Prozent weniger Fahrzeuge. In der Volksrepublik sind westliche Autobauer unter zunehmendem Druck, vor allem auf dem Wachstumsmarkt mit Elektroautos. Audi will gemeinsam mit seinem Partner Saic mit einer neuen Marke sein Geschäft wieder in Schwung bringen. Die ersten Fahrzeuge wurden im Herbst an die Kunden übergeben.
Auch für die anderen deutschen Autobauer ging es 2025 abwärts. Volkswagen verkaufte konzernweit 0,5 Prozent weniger Fahrzeuge, Mercedes-Benz meldete im Hauptgeschäft mit Autos einen Rückgang um neun Prozent auf 1,8 Millionen Fahrzeuge, BMW verkaufte von der Kernmarke 1,4 Prozent weniger Autos.