US-Börsen zur Eröffnung etwas schwächer

Die US-Börsen haben am Montag kurz nach Handelsbeginn überwiegend im Minus tendiert. Gegen 16.00 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index um 0,13 Prozent auf 16.924,51 Zähler. Der S&P-500 Index verlor 0,04 Prozent auf 1.962,12 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gewann hingegen leicht um 0,02 Prozent auf 4.369,06 Einheiten.

Der Blick der Anleger richtete sich kurz nach Handelsstart auf den Markit-Einkaufsmanagerindex der Industrie für den Monat Juni. Dieser stieg gegenüber Mai auf 57,5 Punkte und lag damit über den Analysten-Erwartungen von 56 Punkten. Außerdem galt die Aufmerksamkeit dem Immobilienmarkt, für den heute Daten zu den Eigenheimverkäufen im Mai veröffentlicht wurden. Die Verkäufe bestehender Häuser stiegen im Mai um 4,9% gegenüber dem Vormonat von 4,66 Mio. auf 4,89 Mio Dollar. Analysten hatten nur 4,74 Mio. erwartet.

Bei den Einzelwerten notierte General Electric kurz nach Eröffnung mit minus 0,41 Prozent. Während der Mischkonzern beim französischen Industriekonzern Alstom zukauft, trennt sich das US-Konglomerat in Skandinavien von seiner Banktochter. Der spanische Finanzkonzern Santander teilte in Madrid mit, die GE Money Bank AB zu übernehmen. Der Preis liege bei rund 700 Millionen Euro.

Oracle-Aktien zeigten ein Plus von 0,64 Prozent. Der US-Konzern steht nach Medienberichten erneut vor einer Milliarden-Übernahme. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, will der SAP-Konkurrent den Softwarehersteller Micros Systems für fünf Mrd. Dollar übernehmen. Demnach würde die Aktie von Micros Systems mit 67 Dollar bewertet. Der Kauf wäre für Oracle der teuerste seit dessen Übernahme von Sun Microsystems für 7,4 Milliarden Dollar im Jahr 2010. Micros-Aktien standen kurz nach Handelsstart bei plus 3,24 Prozent.

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Weiterhin im Gespräch blieben außerdem die steigenden Ölpreise. Die Lage im Opec-Land Irak bleibt derzeit angespannt, auch wenn bisher in Gebieten gekämpft wird, die laut Rohstoff-Experten der Commerzbank für die Ölförderung und den Transport von Rohöl unerheblich sind. Aktien von Chevron und Exxon Mobil stiegen kurz nach Handelsstart auf plus 0,42 bzw. plus 0,37 Prozent.

Der Versorger Integrys Energy schoss zu Beginn um 14,59 Prozent nach oben. Wisconsin Energy hatte zuvor bekannt gegeben, Integrys für 5,7 Mrd. Dollar in bar und Aktien zu übernehmen. Damit wird ein neues Unternehmen mit dem Namen WEC Energy Group gegründet, das 4,3 Millionen Haushalte in den Bundesstaaten Wisconsin, Illinois, Michigan und Minnesota mit Strom und Gas beliefern soll.

Der Hersteller für Yoga-Bekleidung Lululemon Athletica stieg um 3,73 Prozent, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass es seine Produktlinie und damit den Wert für Aktieninhaber verbessern werde.