US-Börsen zur Eröffnung kaum verändert erwartet

Die US-Börsen dürften am Montag ungeachtet schwacher Industriedaten kaum verändert starten. Die Neuaufträge für langlebige Güter fielen im Juli deutlich stärker als erwartet. Es kam zum stärksten Rückgang seit September 2012.

Der Future auf den Dow Jones Industrial, der auf diese Daten zunächst mit einer Ausweitung seiner Verluste reagiert hatte, gab rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsstart nur noch um 0,07 Prozent nach. Der Terminkontrakt auf den technologielastigen NASDAQ 100 war zeitweise ins Minus gedreht, rückte zuletzt aber wieder um moderate 0,12 Prozent vor.

Negative Konjunkturdaten sorgten derzeit immer wieder für Hoffnungen, dass die US-Notenbank Fed ihre milliardenschweren Anleihekäufe doch nicht schon ab September oder Oktober drosseln, sondern damit frühestens im Dezember beginnen könnte, hieß es am Markt. Bislang gab es seitens der Fed keinen konkreten Zeitplan für einen Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik.

Unter den Einzelwerten dürften vor allem die Aktien von Amgen und Onyx Pharmaceuticals die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Erneut steht in der Pharmabranche eine Milliardenübernahme vor dem Abschluss: Das weltgrößte Biotechnologieunternehmen Amgen erhöhte die Offerte für den auf Krebs-Medikamente spezialisierten Anbieter Onyx auf 10,4 Milliarden US-Dollar (7,77 Mrd Euro). Damit sicherte sich das weltgrößte Biotechnologieunternehmen zumindest schon mal die Zustimmung der Onyx-Führungsspitze. Die bisherige, etwas niedrigere Offerte hatte der Verwaltungsrat abgelehnt.

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