US-Börsen zur Eröffnung kaum verändert erwartet

Die US-Börsen dürften am Montag kaum verändert in den Handel starten. Nachdem sowohl der Dow Jones Industrial als auch der S&P-500-Index vor dem Wochenende neue Höchststände erreicht hatten, wird zunächst mit Zurückhaltung gerechnet.

Rund eine dreiviertel Stunde vor Handelsbeginn gab der Dow-Future um 0,02 Prozent nach. Der Future auf den Nasdaq-100-Auswahlindex für Technologiewerte sank um 0,04 Prozent.

Kurz nach Handelsstart werden wichtige Industrie- und Immobiliendaten aus den USA erwartet, die neue Impulse geben könnten und von vielen Marktteilnehmern zunächst abgewartet werden dürften. Von den Konjunkturzahlen aus China und Europa gingen uneinheitliche bis leicht negative Impulse aus. So legte die chinesische Industrieproduktion im Juni laut dem HSBC-Einkaufsmanagerindex zu und stieg erstmals seit einem halben Jahr wieder über die Wachstumsgrenze von 50 Punkten. Allerdings, so hieß es kritisch von Bankvolkswirten, seien die Unterindikatoren nur durchwachsen ausgefallen. Im Euroraum und hier vor allem in Frankreich trübte sich im Juni die Wirtschaftsstimmung deutlicher als erwartet ein.

Die Blicke der Anleger dürften sich auf Oracle richten. Nachdem der Softwarekonzern am Freitag mit seinen Quartalszahlen enttäuscht und die Aktien rund vier Prozent eingebüßt hatten, steht er nun wegen Spekulationen über eine Milliarden-Übernahme im Blick. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Person berichtet, will der SAP-Konkurrent den Softwarehersteller Micros Systems für fünf Milliarden US-Dollar übernehmen. Das bewerte die Micros-Aktie mit 67 Dollar nach einem Schluss bei 65,77 Dollar. Micros ist vor allem auf Abrechnungs- und Verwaltungssysteme in der Tourismus- und Unterhaltungsbranche spezialisiert. Vorbörslich legten Micros-Aktien in New York rund drei Prozent zu, Oracle-Anteile stiegen um 0,39 Prozent.

Die Papiere von General Electric (GE) zeigten sich vorbörslich mit plus 0,11 Prozent nur wenig verändert. Während GE beim französischen Industriekonzern Alstom zukauft, trennt sich das US-Konglomerat in Skandinavien von seiner Banktochter. Die spanische Bank Santander hatte mitgeteilt, die GE Money Bank AB zu übernehmen. Der Preis liegt bei rund 700 Millionen Euro.

Die weiter steigenden Ölpreise könnten erneut für Aufwind bei ExxonMobil, Chevron oder ConocoPhillips sorgen. Die Lage im Opec-Land Irak bleibt angespannt, auch wenn bislang in Gebieten gekämpft wird, die laut den Rohstoff-Experten der Commerzbank für die Ölförderung und den Transport von Rohöl unerheblich sind.

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