Verbund-Beteiligung Sorgenia verlor 14,6 Mio. Euro

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Der italienische Stromversorger Sorgenia, an dem der österreichische Verbund mit 46 Prozent beteiligt ist, hat das erste Quartal 2014 mit einem Verlust von 14,6 Mio. Euro abgeschlossen. Im Vergleichsquartal 2013 betrug der Verlust noch 8,7 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 25,4 Prozent auf 475 Mio. Euro. Das Ebitda halbierte sich von 48,5 Mio. Euro auf 23,9 Mio. Euro, teilte Sorgenia mit.

Sorgenias Verschuldung betrug Ende März 1,85 Mrd. Euro. Ende Dezember 2013 lag die Verschuldung noch bei 1,79 Mrd. Euro. Die negativen Ergebnisse Sorgenias belasten die Resultate des Mutterkonzerns, der Industrieholding CIR, die das erste Quartal 2013 mit einem 13,8-prozentigen Umsatzrückgang auf 1,06 Mrd. Euro abgeschlossen hat. Der Verlust betrug 2,6 Mio. Euro, nachdem CIR im Vergleichszeitraum 2013 noch einen Gewinn von 6,4 Mio. Euro geschrieben hatte.

"Unsere Investition in Sorgenia war ein Misserfolg, doch wir wollen neu starten", versicherte CIR-Präsident Rodolfo De Benedetti am Montag. Verhandlungen mit den Gläubigerbanken seien zur Rettung Sorgenias im Gange. Der Erhalt des Stromkonzerns sei prioritär.

"Wir hatten den Mut, in den neunziger Jahren in einen Bereich einzusteigen, der sich gerade dem Markt öffnete. Wir haben mit unserem Partner Verbund von Null auf ein Unternehmen aufgebaut, das nach zehn Jahren einen Umsatz von 2 Mrd. Euro meldete und 500 Personen direkt beschäftigte. Noch 2008 betrug Sorgenias Wert laut Analysten fast 4 Mrd. Euro. Leider ist Sorgenia von der Rezession in Italien schwer belastet worden.", so De Benedetti.

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