Verdi - E.ON prüft Alternativen zum Jobabbau

Der deutsche Energieversorger E.ON prüft einem Zeitungsbericht zufolge Alternativen zum angepeilten umfangreichen Stellenabbau. Damit reagiere der Vorstand auf ein Strategiepapier der Gewerkschaft Verdi, meldete die "Financial Times Deutschland".

"Das E.ON-Management hat recht konstruktiv reagiert", zitiert die Zeitung den Leiter der Verdi-Fachgruppe Energiewirtschaft, Sven Bergelin. Verdi habe unter anderem vorgeschlagen, E.ON solle deutschlandweit ein System von Mini-Blockheizkraftwerken aufbauen. Ein Konzernsprecher sagte, der Vorstand verweigere sich nicht der Diskussion.

Im Streit um den geplanten Stellenabbau hatten Gewerkschaften und Arbeitgeber Ende November Kollektivvertragsverhandlungen aufgenommen. Verdi und IG BCE fordern unter anderem einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. E.ON hatte angekündigt, bis zu 11.000 der weltweit knapp 80.000 Stellen zu streichen. Arbeitnehmervertreter fürchten, dass davon allein 6.500 Stellen in Deutschland wegfallen sollen.

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