Zwei ehemalige Mitarbeiter hatten sich bereichert

Veruntreuung bei obersteirischem Voestalpine-Werk

Zwei ehemalige leitende Mitarbeiter der Voestalpine im obersteirischen Donawitz dürften in ein Veruntreuungsnetz mit Fremdfirmen involviert gewesen sein. Während sich der eine der beiden nach internen Ermittlungen des Unternehmens das Leben genommen hatte, wurde am Freitag der zweite, ein 60-jähriger Obersteirer verhaftet. Es geht um eine Schadenssumme von zumindest 170.000 Euro.

Das LKA bestätigte einen Bericht der "Kleinen Zeitung", wonach der mittlerweile pensionierte Beschuldigte der Nachfolger des anderen, freiwillig aus dem Leben geschiedenen Verdächtigen war. Er dürfte ab 2008 Veruntreuungen seines Vorgängers fortgesetzt haben. Als auch er in Pension ging, bemerkte das Unternehmen die Manipulationen. Noch während die Voestalpine interne Ermittlungen führte, beging der eine der beiden Verdächtigen Suizid.

Da zumindest eine Fremdfirma in die Veruntreuungen involviert war, wurde der andere 60-Jährige wegen der Gefahr von Absprachen verhaftet. Der 38-jährige Geschäftsführer der Leobener Fremdfirma, die Personal bereitstellt, hatte sich nach Bekanntwerden der Manipulationen von sich aus bei der Voestalpine gemeldet und die Taten gestanden. Er wurde angezeigt, jedoch nicht verhaftet, so das LKA am Samstag gegenüber der APA.

Der ehemalige Voest-Mitarbeiter zeigte sich bei den Einvernahmen ebenfalls geständig, zumindest einen Teil der 170.000 Euro in die eigenen Tasche gesteckt zu haben. Höherer Schaden und weitere involvierte Fremdfirmen seien laut Ermittlern jedoch nicht ausgeschlossen. Die Erhebungen liefen weiter.