Viel Lob und ein wenig Kritik für Siemens-Chef Löscher

Vom Gehalt eines Cristiano Ronaldo oder Andres Iniesta kann Fußball-Fan Peter Löscher nur träumen. Aber der von Siemens in der Krise 2007 eingekaufte Chef hat den Konzern in der Königsklasse gehalten und vorzeitig eine Vertragsverlängerung bis 2017 bekommen. Trotz einiger Schnitzer sind Aktionäre und Arbeitnehmer mit seiner ersten Halbzeit sehr zufrieden.

"Was sich geändert hat, ist der Umgang mit den Arbeitnehmervertretern. Die Akzeptanz von IG Metall und Betriebsräten hat sich deutlich erhöht", lobt Gesamtbetriebsratschef Lothar Adler. "Bei Interessenunterschieden ist er bemüht, die Konflikte konstruktiv anzugehen."

Auch Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) gibt dem Teamführer gute Noten: "Ein sehr unaufgeregter Wirtschaftskapitän, aber sehr effektiv. Er hat allen klar gemacht, dass Korruption nicht mehr geduldet wird. Er hat das Unternehmen gestrafft und geordnet und Siemens bis jetzt gut durch die Finanzkrise geführt."