Inflationsängste

Vorsichtige Hoffnung auf Kriegsende treibt US-Börsen an

Die US-Börsen haben am Montag zugelegt. Anleger hätten sich angesichts von Berichten leicht optimistisch gezeigt, wonach die USA, der Iran und eine Gruppe regionaler Vermittler weiterhin über Bedingungen eines Waffenstillstands im Iran-Krieg diskutierten. 

Entsprechende Hoffnungen wurden aber gedämpft von US-Präsident Donald Trump, der gedroht hat, ohne einen Deal nach Auslaufen eines Ultimatums am Dienstagabend US-Zeit (02.00 Uhr MESZ) den Iran umfangreich anzugreifen.

Der Iran hat laut einem Medienbericht einen sofortigen Waffenstillstand abgelehnt und besteht auf ein dauerhaftes Ende des Krieges. Der US-Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,4 Prozent fester mit 46.670 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,5 Prozent auf 21.996 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 0,4 Prozent auf 6612 Stellen. Für den S&P und die Nasdaq war es der vierte Handelstag in Folge mit Gewinnen.

"Die Realität ist, dass wir uns hoffentlich langsam einer Lösung nähern", sagte Ryan Detrick, Chef-Marktstratege bei der Carson Group mit Blick auf den Iran-Krieg. "Leider wird es heute noch nicht soweit sein. Aber ich glaube, die Anleger haben das Gefühl, dass auf beiden Seiten mehr Gespräche stattfinden."

Stark steigende Rohölpreise schüren Inflationsängste

Angesichts der bevorstehenden Berichtssaison gebe es Optimismus, dass US-Firmen erneut eine solide Performance zeigen würden. Der Iran-Krieg hat die Märkte seit über einem Monat im Griff. Stark steigende Rohölpreise schüren Inflationsängste, und Aktienkurse sind abgesackt.

Wirtschaftsdaten vom Montag zeigten, dass der US-Dienstleistungssektor im März langsamer als erwartet gewachsen ist, während die Beschäftigung in diesem Sektor zurückging und die Einkaufspreise - ein Inflationsindikator - auf den höchsten Stand seit Oktober 2022 stiegen.

Der mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht, der am Karfreitag veröffentlicht wurde, zeigte, dass die US-Wirtschaft im März 178.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat - fast dreimal so viele wie erwartet. Diese positive Überraschung wurde jedoch durch eine Korrektur der Arbeitsplatzverluste im Februar von 92.000 auf 133.000 gedämpft.

Aktien von Soleno Therapeutics legten am Montag kräftig zu, nachdem Neurocrine Biosciences zugestimmt hatte, den Hersteller von Medikamenten für seltene Krankheiten für 2,9 Milliarden Dollar in bar zu übernehmen. Ein um rund 3,5 Prozent auf knapp 70.000 Dollar gestiegener Bitcoin-Kurs beflügelte die Kryptowährungsfirmen wie Coinbase und Strategy.

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