Im Osten hohe Preise nur in Wien

Projekt an der Donau

WED baut ein neues Wahrzeichen in Wien

Ein Finanzkonsortium rund um WED und Bank Austria investiert 300 Mio. Euro in ein 220 m hohes Gebäude am Donauufer. Der Bau soll 2.500 Jobs schaffen. Der "DC Tower 1" wird damit den Millennium Tower als Österreichs größtes Hochhaus im Jahr 2010 ablösen.

Mit dem DC Tower 1 entsteht direkt am Donauufer ein neuer Büroturm, der auch ein Hotel, optional Appartements und öffentlich zugängliche Einrichtungen beherbergen wird. Es wird eines der größten Immobilienprojekte sein, die je in Österreich realisiert wurden.

"Grüne“ Architektur auf höchstem Niveau

Die Nettonutzfläche beträgt 72.700 Quadratmeter. Das 60 oberirdische Etagen umfassende Gebäude soll Ende 2012 fertig sein. Der Großteil der Nutzfläche, insgesamt 43.700 Quadratmeter, ist für Büroräumlichkeiten vorgesehen. Die Hotelanlage mit 255 Zimmern wird von der spanischen Sol Meliá Gruppe, der europaweit sechstgrößten Hotelkette, betrieben.

Der französische Stararchitekt Dominique Perrault, der unter anderem die Französische Nationalbibliothek in den 90er Jahren und den EuGH in Luxemburg realisiert hat, zeichnet für das Design verantwortlich. Der DC Tower 1 wird als einer der ersten österreichischen Büroturme nach den Energie- und Nachhaltigkeitserfordernissen für ein "Green Building“ der EU-Kommission errichtet und ausgestattet werden.

Die Projektentwicklung und die Bauträgerschaft für das Großprojekt übernimmt die WED, deren Gesellschafter ein österreichisches Banken- und Versicherungskonsortium unter der Führung der Bank Austria ist. Das Investitionsvolumen beträgt rund 300 Mio. Euro. Die WED realisiert damit nach dem Andromeda Tower (1998), dem Ares Tower (2001), dem Tech Gate Vienna (2002/2005) und dem Saturn Tower (2004), bereits das 5. Großprojekt als Bauträger.

Die Nachfrage nach hochqualitativen Gewerbe- und Büroflächen in Wien ist derzeit ungebrochen stark. Gleichzeitig liegt der Leerstand bei Büros in Wien im Premiumsegment bei lediglich 5-6 %. Im europäischen Vergleich ist Wien damit im untersten Bereich der Leerstände. Die Spitzenrenditen lagen 2009 zwischen 5,5 und 6 %.

Die Spitzenmieten in den obersten Geschossen der Wiener Bürotürme liegen bereits heute bei knapp 29 Euro pro Quadratmeter und stellen nach wie vor die begehrtesten Neuflächen für Büros dar.

Hinzu kommt, dass für Investments derzeit wider Erwarten eine gute Zeit ist, da wir es mit geringen Rohstoffpreisen und einem niedrigen Zinsniveau zu tun haben. Das entlastet kostenseitig. "Wir erwarten uns zudem, dass nahe der Fertigstellung 2012 die Nachfrage nach Büro- und Gewerbeimmobilien wieder stark anzieht. Nachdem 2009 und 2010 weniger gebaut wurde, dürfte es 2012 einen Nachfrageüberhang für Premium-Immobilien geben. Außerdem spricht für Wien, dass die Mieten für Gewerbeobjekte nie ‚überhitzt’ waren“, so WED-Vorstand Jakoubek.