Weiter Behinderungen im europäischen Flugverkehr

Die Behinderungen im europäischen Luftverkehr gingen am Dienstag trotz Aussetzung des Pilotenstreiks bei der Lufthansa weiter. Während die deutsche Fluglinie nach einem Streiktag versuchte, ihr internationales Netzwerk wieder zu flicken, streikten in Griechenland und Frankreich die Fluglotsen, was erneut zu hunderten Flugausfällen führte.

Am Montag hatte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) den eigentlich auf vier Tage geplanten Streik von mehr als 4.000 Lufthansa-Piloten in einem gerichtlichen Vergleich bis inklusive 8. März ausgesetzt. Die Lufthansa flog am Dienstag weiterhin nach ihrem Notflugplan. Ab Mittwoch werde der Flugplan schrittweise wieder hochgefahren. Ziel sei es, dass das Netz spätestens bis Freitag wieder zu hundert Prozent zur Verfügung stehe.

Die Lufthansa begründet das nur langsame Wiederanlaufen mit den komplizierten Abläufen im weltweiten Flugnetz. Weder Maschinen noch Besatzungen seien in vielen Fällen dort, wo sie laut Flugplan sein müssten. Lufthansa und VC gaben sich am Dienstag vorsichtig optimistisch für eine baldige Einigung. Die Fluggesellschaft sei zuversichtlich, bis zum Ende der vereinbarten Friedenspflicht am 8. März eine Lösung hinzubekommen, sagte eine Firmensprecherin am Dienstag. Auch VC rechnet für die kommenden zwei Wochen mit konstruktiven Verhandlungen.

Wegen eines Streiks der Fluglotsen sind sämtliche Flüge von und nach Griechenland am Mittwoch gestrichen. Der griechische Luftraum werde ab Mitternacht für 24 Stunden geschlossen bleiben, teilten die wichtigsten Fluglinien am Dienstag in Athen mit. Der Streik richtet sich gegen ein schmerzhaftes Sparprogramm der Regierung.

Auch in Frankreich gibt es seit Dienstag massive Probleme im Luftverkehr durch einen Lotsenstreik. Die französischen Fluglotsen protestieren gegen das Vorhaben, die Kontrollen von sechs europäischen Ländern (Frankreich, Deutschland, Schweiz und Benelux) miteinander zu verschmelzen.