Staat hat kein Sagen mehr über die Bank

Insgesamt 45 Mrd.

Wells Fargo und Citigroup zahlten Nothilfen zurück

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Mit Wells Fargo und der Citigroup haben die letzten beiden US-Großbanken die Staatshilfe aus dem Bankenrettungsprogramm zurückgezahlt.

Wells Fargo überwies 25 Mrd. Dollar nach Washington, bei der Citigroup waren es 20 Mrd.. Mit der Rückzahlung der Gelder entziehen sich die Banken der staatlichen Aufsicht. Damit hat der Staat auch nicht mehr länger das Sagen über die Gehälter der Banker.

Mit der Rückzahlung der Hilfen könne die Bank sich nun wieder auf das konzentrieren, was sie am "besten kann: Konsumenten und Geschäftsleuten zum finanziellen Erfolg verhelfen", erklärte der Chef von Wells Fargo, John Stumpf. Er dankte "Regierung und Steuerzahlern für die Stützung des Finanzsystems in einer für unsere Nation kritischen Zeit".

Neben der Rückzahlung der Citigroup, die ebenfalls in die Schieflage geriet, wurde ein Abkommen gekündigt, mit dem die US-Regierung Garantien für Anlagen in Höhe von 250 Mrd. Dollar gab. Nunmehr hat die Washingtoner Regierung nicht länger das Sagen über die Gehälter für die führenden 100 Angestellten der Bank. Allerdings hält der amerikanische Staat noch immer Anteile an dem Institut im Wert von gut 25 Mrd. Dollar.

Allein die Citigroup hatte von Oktober 2008 an insgesamt 45 Mrd. Dollar an Staatshilfe bekommen, um einen Zusammenbruch infolge der Weltfinanzkrise abzuwenden. Der Staat erhielt im Gegenzug einen Anteil von 34 % und wurde damit zum Hauptaktionär der Bankengruppe. Regierung und Bank vereinbarten nun, diese Aktien im kommenden Jahr wieder zu verkaufen.

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