Griechenlands Sparziele nicht erreichbar
Griechenlands Regierung kann nach Einschätzung führender Wirtschaftsforschungs-Institute mit ihrem Sparprogramm das Haushaltsdefizit nicht wie geplant drosseln.
"Die im Stabilitätsprogramm und im Konsolidierungsplan der Regierung vorgegebenen Ziele erscheinen trotz der bereits beschlossenen, einschneidenden Maßnahmen nicht erreichbar", schrieben die Forscher in ihrem Frühjahrsgutachten. Grund dafür sei, dass die Regierung in Athen die konjunkturellen Aussichten für das hoch verschuldete Land zu optimistisch einschätze.
Die Regierung in Athen will das Haushaltsdefizit von fast 13 % in diesem Jahr um 4 Prozentpunkte senken. Dabei geht sie von einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 0,3 % aus. Zuletzt warnte jedoch schon die griechische Notenbank vor einem stärkeren Rückgang um 2 %. Auch die Wirtschaftsforscher gehen davon aus, dass die drastischen Sparmaßnahmen die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr erheblich belasten dürfte.
Im kommenden Jahr sei ebenfalls nicht mit einer spürbaren konjunkturellen Erholung zu rechnen, zumal weitere restriktive Maßnahmen der Finanzpolitik notwendig würden, um die Sparziele zu erreichen. Im Jahresschnitt erwarten die Experten eine Stagnation des griechischen BIP: "Sollte die griechische Regierung ihren Sparkurs nochmals deutlich verschärfen,... wäre wohl eine noch merklich tiefere Rezession die Folge."
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