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US-Handelsdefizit steigt wieder

Steigende Ölpreise haben das Außenhandelsdefizit der USA im Juni nach oben getrieben. Die Differenz zwischen Exporten und Importen stieg auf 27 Mrd. Dollar, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Fehlbetrag von 28,5 Mrd. Dollar gerechnet. Im Mai betrug das Defizit knapp 26 Mrd. Dollar.

Die Einfuhren stiegen seit Mai um 2,3 Prozent auf 152,8 Mrd. Dollar, das ist der erste Anstieg seit elf Monaten. Wichtigster Grund ist der höhere Ölpreis; im Schnitt kostete das Fass im Juni gut 59 Dollar nach gut 51 Dollar im Mai. Zugleich sanken aber die Einfuhren von Konsumgütern weiter.

Zugleich legten aber auch die Exporte zu. Sie kletterten auf Monatsfrist um zwei Prozent auf 125,8 Mrd. Dollar. Vor allem Vorleistungsgüter und Investitionsgüter wie Autos und Maschinen waren gefragt. Verglichen mit dem Vorjahr verkauften die US-Firmen allerdings immer noch über ein Fünftel weniger ins Ausland.