Weihnachtsstern

Weihnachten: Wiener trotz Krise in Kauflaune

Eine von der Wirtschaftskammer Wien in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass heuer zwar weniger, aber dafür teurere Geschenke gekauft werden. "Das Wiener Weihnachtsgeschäft wird von der Krise kaum betroffen sein", ist Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank optimistisch. Erwartet wird ein Umsatz von 340 Mio. Euro. Damit werde sich das Weihnachtsgeschäft annähernd auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.

Der Studie zufolge gaben drei Viertel der 400 Befragten an, dass die Krise keinen Einfluss auf ihre persönlichen Weihnachtsausgaben habe. Nur 11 % würden sich heuer mehr Zeit für Preisvergleiche nehmen bzw. wollen weniger ausgeben. Keiner der Befragten führte an, aufgrund der Krisensituation keine Packerl zu kaufen.

Laut Umfrage werden wie schon im Vorjahr 1,2 Mio. Wiener (86 %) Geschenke kaufen. Durchschnittlich wird dabei jeder 7 Packerl besorgen und dafür insgesamt 350 Euro ausgeben. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag der Durchschnitt bei 8 Präsenten im Wert von 360 Euro.
Mehr als ein Drittel der geplanten Weihnachtsausgaben entfallen auf Kinder, 18 % auf den Partner und 16 % auf die Eltern. Zwar sind die Wiener schenkfreudig, doch zeigen sie sich in der Wahl der Präsente wenig kreativ. Wie schon in den vergangenen Jahren werden auch heuer wieder besonders oft Bücher auf dem Gabentisch liegen, gefolgt von Gutscheinen und Bekleidung.

Eine Trendwende scheint sich aber anzubahnen, denn heuer lassen sich die Wiener mehr Zeit für Weihnachtserledigungen. Während die Geschenke seit 2006 immer früher besorgt wurden, ist es heuer genau umgekehrt - der Anteil jener, die bis Mitte November den Großteil ihrer Präsente organisiert haben, wird auf 11 % sinken. Im Vorjahr waren es noch 19 %. Immerhin ein Drittel (2008: 23 ^%) der Wiener plant hingegen, erst in der 2. Dezemberhälfte seine Einkäufe zu erledigen.

"Es hat eine erhebliche Verschiebung gegeben, die wir nicht begründen können", meinte Jank. Eine mögliche Ursache für die steigende Zahl der Spätentschlossenen könnte der Ausverkauf sein, der etwa 6 Wochen vor dem Heiligen Abend starten wird. Tatsächlich gaben aber nur 2 % der Befragten an, auf günstige Aktionen zu warten. Gekauft werden die Geschenke traditionell in Geschäften, der Internethandel habe nur einen Anteil von 5 % am gesamten Weihnachtsgeschäft, so die Wirtschaftskammer-Präsidentin.

Grund für die laut Jank "gute Stimmung" unter den Konsumenten sei die positive Erwartungshaltung der Menschen. Laut einer market-Umfrage rechneten nämlich mehr als drei Viertel der Bevölkerung damit, dass die Wirtschaftslage in der Bundeshauptstadt in den nächsten Monaten zumindest gleichbleibt oder sich verbessert. Zudem hätten die Wiener heuer dank Steuerreform, einer Inflationsrate unter dem Vorjahreswert und relativ hoher Lohnabschlüsse für 2009 mehr Geld im Börserl