Wiener Börse am Nachmittag leichter

Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, am Nachmittag bei gutem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.511,12 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 0,94 Prozent.

In Wien rückten insbesondere OMV in den Fokus. Der Konzern hat in der Früh den Zukauf von Öl- und Gasfeldbeteiligungen in der Nordsee im Wert von 2,65 Mrd. Dollar (1,99 Mrd. Euro) bekanntgegeben. Es ist der größte Zukauf in der bisherigen Unternehmensgeschichte. Nach Aussagen des OMV-Chefs Gerhard Roiss sei aber weder ein Kredit noch eine Kapitalerhöhung für den Deal notwendig. Die Transaktion soll aus dem laufenden Geschäft (Cash Flow) und aus Erlösen aus Verkäufen von Raffinerie- und Tankstellenaktivitäten finanziert werden.

Für den Analysten Oleg Galbur von der Raiffeisen Centrobank (RCB) ist der OMV-Deal positiv zu werten. Für die Aktien ging es am Montagnachmittag dennoch deutlich bergab: sie tendierten um 2,34 Prozent leichter bei 34,24 Euro, im Tagestief büßten die Papiere knapp drei Prozent ein. Der RCB-Experte begründete die Talfahrt mit der Unsicherheit der Anleger.

Zum Wochenstart stand indessen die Zwischenbilanz von Kapsch TrafficCom auf der Agenda. Der Mautsystemanbieter hat es im ersten Quartal 2013/14 unterm Strich nicht aus den roten Zahlen geschafft und verfehlte die Analysten-Erwartungen deutlich. Das Periodenergebnis blieb mit minus 1 Mio. Euro weiter negativ, nachdem es im Quartal davor minus 4,3 Mio. Euro betragen hatte. Zum Wochenstart fielen die Aktien um 1,57 Prozent auf 32,68 Euro.