Wiener Börse geht schwächer ins Wochenende

Die Wiener Börse hat die Handelswoche bei schwachem Volumen mit etwas leichterer Tendenz beendet. Der ATX fiel am Freitag um 0,40 Prozent auf 2.468,10 Einheiten.

Das europäische Umfeld konnte indessen überwiegend Kursgewinne verbuchen. Neue Impulse aus Europa und den USA blieben zum Wochenausklang Mangelware, hieß es aus dem Handel. Im Fokus stand unter anderem Japan. Die dortige Regierung hat am Freitag ein Milliarden-Konjunkturpaket auf den Weg gebracht. Die größte Finanzspritze seit Ausbruch der Finanzkrise hat ein Volumen von umgerechnet fast 173 Mrd. Euro.

In Wien waren Rosenbauer weit unten auf der Kurstafel zu finden, die Anteilsscheine sackten um klare 3,02 Prozent auf 46,50 Euro ab. Der Feuerwehrausstatter hat einen Auftrag in Höhe von 33 Mio. Euro verloren. Rosenbauer sollte mehr als 80 Flughafenlöschfahrzeuge an den staatlichen brasilianischen Flughafenbetreiber Infraero Aeroportos liefern. Der Deal wurde aber "wegen unterschiedlicher Auslegung von Umweltspezifikationen" storniert, hieß es von Unternehmensseite. Der Konzernjahresabschluss 2012 werde dadurch mit Rückstellungen sowie einem entgangenen Gewinn in der Höhe von insgesamt 3,1 Mio. Euro belastet.

Die Analysten der Berenberg Bank haben im Anschluss an die Nachricht ihre Anlageempfehlung für die Rosenbauer-Titel bei "Hold" sowie ihr Kursziel bei 50,0 Euro bestätigt. Nach Ansicht der Bankexperten dürfte das Unternehmen die negativen Effekte der Auftragsstornierung spätestens nach dem ersten Halbjahr 2013 bereits wieder absorbiert haben.