Wiener Börse schließt mit Verlusten

Die Wiener Börse hat am Dienstag mit Verlusten geschlossen. Der ATX fiel um 0,96 Prozent auf 2.447,48 Punkte. Nach einem verhaltenen Start fiel die Wiener Börse so wie andere Märkte in Europa auch am Nachmittag deutlicher ins Minus zurück. Händlern zufolge war die Nervosität an den Märkten kurz vor dem Ergebnis der geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank Fed deutlich gestiegen.

Am Mittwochabend wird die Fed ihre Entscheidungen bekannt geben. Mit Hochspannung wird erwartet, ob die Notenbanker schon heuer ihr Anleihenkaufprogrammierung zur Wirtschaftsstimulierung zurück fahren.

Zuletzt hatten sich die Märkte auf ein Ende der ultralockeren Geldpolitik im März eingestellt. Nachdem zuletzt einige US-Daten aber besser als erwartet ausgefallen waren, mehren sich die Stimmen, dass die Fed schon heuer oder im Jänner beginnen könnte, ihre Anleihenkäufe zu drosseln.

Bei höherem Volumen unter Druck kamen in Wien vor allem OMV (minus 2,06 Prozent auf 33,33 Euro) und Erste Group (minus 1,58 Prozent auf 24,06 Euro). Die Erste hat am Dienstag angekündigt, im vierten Quartal 2013 eine weitere Abschreibung über 350 Mio. Euro vornehmen zu müssen. Der Großteil entfällt auf die rumänische Banktochter BCR.

Tagesverlierer im prime market waren Raiffeisen mit einem Minus von 2,36 Prozent. Größere Abgaben gab es auch in Mayr-Melnhof (minus 2,18 Prozent) und RHI (minus 2,15 Prozent). Gut gesucht waren hingegen Schoeller-Bleckmann (plus 2,96 Prozent) und Lenzing (plus 2,80 Prozent). Immofinanz ermäßigten sich im Vorfeld ihrer am Mittwoch anstehenden Quartalszahlen um 0,87 Prozent.