Wiener Börse schwach, US-Budgetstreit belastet

Die Wiener Börse ist am Montag mit Verlusten in die Sitzung gestartet. Der ATX fiel bis 9.45 Uhr um 0,88 Prozent auf 2.505,63 Punkte. Auch an anderen europäischen Börsen ging es zu Wochenbeginn nach unten. Belastet wurden die Märkte weiter vom beherrschenden Thema US-Budgetstreit.

Bis zuletzt hatten sich Demokraten und Republikaner nicht auf die bald benötigte Anhebung der Schuldengrenze einigen können. Der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner, sagte am Sonntag, eine Anhebung der Schuldenobergrenze komme nicht infrage ohne eine "ernsthaftes Gespräch" über die Gründe für die steigenden Schulden.

Seit Dienstag stehen in den USA weite Teile der öffentlichen Verwaltung still, weil sich der Kongress nicht auf einen Haushalt für das am 1. Oktober begonnene Fiskaljahr 2014 einigen konnte. Spätestens bis zum 17. Oktober müssen die Republikaner einer Erhöhung der Schuldenobergrenze zustimmen, ansonsten sind die USA zahlungsunfähig.

Mit dem sogenannten "Government Shutdown" dürften in dieser Woche auch einige von öffentlichen Stellen ermittelte Konjunkturdaten ausfallen. Der für vergangenen Freitag angesetzte US-Arbeitsmarktbericht ist bereits überfällig. "Inzwischen müssen wir nicht nur prognostizieren, wie die zur Veröffentlichung anstehenden Daten ausfallen, sondern auch wann", schreiben die Analysten der Helaba am Montag.

Wichtige Impulse könnte im Wochenverlauf die in den USA anlaufende Ergebnisberichtssaison bringen. Den Auftakt macht am Dienstag nach Börsenschluss traditionell der US-Stahlhersteller Alcoa.