Wiener Rentenmarkt im Späthandel kaum verändert

Der Wiener Rentenmarkt hat am Donnerstag am späten Nachmittag kaum verändert notiert. Sowohl bei den langfristigeren als auch bei den kurzfristigeren Bundesanleihen gab es kaum zu Renditenveränderungen.

Für zumindest kurzfristigen Auftrieb an den Aktienmärkten und gleichzeitige Belastung an den Anleihenmärkten sorgte die Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Zins, zu dem sich die Geschäftsbanken bei der Notenbank Geld leihen können, wurde von 0,50 auf 0,15 Prozent gesenkt. Erstmals wurde auch ein negativer Einlagensatz von minus 0,10 Prozent beschlossen, eine Art "Strafsteuer" für Geschäftsbanken. Mit den Zinssenkungen hat die EZB ihr wichtigstes Instrument weitgehend ausgereizt. "Der untere Rand ist heute erreicht", sagte EZB-Präsident Mario Draghi in Frankfurt.

Die Preisaussichten haben sich außerdem aus der Sicht der EZB weiter eingetrübt. Die Notenbank rechnet für die Jahre 2014 bis 2016 mit jeweils geringeren Inflationsraten. Demnach ist für das laufende Jahr 2014 mit einer Preissteigerung von durchschnittlich 0,7 (bisher 1,0) Prozent zu rechnen. Für 2015 wurde die Rate von 1,3 auf 1,1 Prozent verringert.

Um 16.15 Uhr notierte die Leitemission am europäischen Rentenmarkt, der deutsche Euro-Bund Future mit Juni-Termin, mit 146,09 um 16 Basispunkte über dem Schluss-Stand vom Vortag (145,93). Heute Früh notierte der Rentenfuture mit 145,90. Das Tageshoch lag bisher bei 146,39, das Tagestief bei 145,25, die Tagesbandbreite umfasst damit bisher 114 Basispunkte. In Frankfurt wurden bisher etwa 202.671 Juni-Kontrakte gehandelt.

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