Blutkörperchen verändern sich

Forscher finden Grund für Long Covid

Wenn das Kranksein kein ende nimmt
© Oe24/ Getty
Der Studie zufolge ist jeder Fünfte von Long-Covid betroffen.
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Eine Corona-Infektion ist im besten Fall nach wenigen Wochen überstanden. Doch für jeden fünften Genesenen setzen dann die Long-Covid-Symptome ein. Die Symptome, die ehemals Corona-Erkrankte zeigen, sind vielschichtig. Von Atemnot, andauernder Müdigkeit, bis zu Kopfschmerzen – noch Monate nach der Erkrankung. Deutschen Forscherinnen und Forscher ist es jetzt gelungen, die wahrscheinliche Ursache der Symptome zu identifizieren.

Blutkörperchen verantwortlich

Doch welche Ursachen hat Long-Covid? Für die Forscher des Max-Planck-Zentrums für Physik und Medizin in Erlangen gibt es jetzt einen stichhaltigen Verdacht. Sie haben festgestellt, dass die eine Covid-19-Erkrankung die Größe und Beschaffenheit roter und weißer Blutkörperchen deutlich verändert – und das auch teilweise über Monate hinweg. . "Diese Erkenntnisse können zu erklären helfen, warum manche Betroffene noch lange nach einer Infektion über Beschwerden klagen", erklärt die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in einer Mitteilung.

Sicher ist mittlerweile, dass im Zuge einer Erkrankung oft die Blutzirkulation beeinträchtigt sei und es zu gefährlichen Gefäßverschlüssen kommen kann und der Sauerstofftransport im Blut nur eingeschränkt funktioniere. Deshalb wurden rote und weiße Blutkörperchen untersucht. "Dabei haben wir deutliche und langanhaltende Veränderungen der Zellen messen können – während einer akuten Infektion und auch noch danach", sagt Jochen Guck, Direktor am Max-Planck-Institut.

Schädigung verursacht Probleme

Dank eines besonderen Verfahrens haben die Forscher nun die Eigenschaften der roten und weißen Blutkörperchen von 17 akut an Covid-19 erkrankten Patienten und Patientinnen, von 14 Genesenen und 24 Gesunden als Vergleichsgruppe untersucht. "Dabei zeigte sich, dass beispielsweise die Größe und Verformbarkeit der roten Blutkörperchen von Erkrankten stärker schwankte als die von Gesunden. Das deutet auf eine Schädigung dieser Zellen hin und könnte das erhöhte Risiko von Gefäßverschlüssen und Embolien der Lunge erklären", so das Institut abschließend.

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