Lug und Trug
Die größten Abzocken im Internet
Das Internet ist wie ein riesiger, virtueller Raum, in dem unzählige, verschiedene Inhalte zu finden sind. Kaum einer kann bei dieser Menge an Webseiten noch den Überblick behalten. Unter all diesen Webseiten gibt es gute und nützliche, aber auch schlechte und schädliche Seiten. Wer hier nicht auf das Kleingedruckte achtet, kann schnell in eine Abzock-Falle geraten. Oft erwarten dann das Opfer ungewünschte Abonnements oder horrende Kosten für angebliche "kostenlose" Produkte oder Dienstleistungen.
Worauf Sie achten sollten:
- Je größer die Wörter "kostenlos" oder "gratis" platziert sind, desto vorsichtiger sollten Sie sein.
- Achten Sie auf das Kleingedruckte! Oft verstecken die Seitenbetreiber den Preishinweis gezielt.
- Lesen Sie sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) durch.
- Geben Sie Ihre persönlichen Daten nur an vertrauenswürdige Seiten weiter. Oft ist es hilfreich im Internet nach Erfahrungsberichten zu bestimmten Seiten zu suchen.
- Im Impressum sollte ein Kontakt zum Seitenbetreiber angegeben sein. Achten Sie auch darauf, dass nicht nur ein Postfach angegeben ist.
- In der Regel sollte ein Anbieter Sie über Ihr Widerrufsrecht aufklären.
Welche Betrugsarten kommen häufig vor?
Fake-Shops
Fake-Shops gehören für Internetnutzer wohl zu den am schwierigsten erkennbaren Internet-Fallen. Dies liegt an der professionellen Herangehensweise der Betrüger. Oft sind Fake-Shops Kopien anderer existierender, eventuell bekannter Online-Shops. Es werden aber auch oft neue Online-Shops erstellt, die auf den ersten Blick einen seriösen Eindruck vermitteln, sich aber am Ende als Fake-Shop herausstellen.
Das Opfer solcher Fake-Shops wird bei erfolgreicher Bezahlung meist mit qualitativ minderwertigen Produkten abgespeist. Im schlimmsten Fall erhalten sie gar kein Produkt oder sie werden mit Lieferschwierigkeiten vertröstet.
An folgenden Merkmalen können Sie Fake-Shops erkennen:
- Achten Sie auf die Internetadresse! Falls eine Internetadresse eine weitere Domainendung, wie z.B. "de.com" enthält, sollten Sie skeptisch werden.
- Auf Ihnen unbekannten Seiten sollten Sie immer auf die Zahlungsoption "Vorkasse" oder "Überweisung" verzichten. PayPal ist hierbei eine gute Option, denn Sie erhalten einen Käuferschutz vor Betrügern.
- Auffallend niedrige Preise im Vergleich zur Konkurrenz können ein Indikator für Fake-Shops sein.
- Gütesiegel sind immer zum Siegel-Betreiber verlinkt. Ein nicht funktionierender Link könnte ein Hinweis für Fake-Shops sein.
- Verlassen Sie sich bei Kundenbewertungen auch auf externe Quellen.
- Lesen Sie sich die AGBs durch. Schlecht übersetzte AGBs oder Kopien der AGBs anderer Seiten sollten Sie misstrauisch machen.
- Jede Webseite sollte ein Impressum und den Kontakt zum Betreiber enthalten.
Was Sie tun können
- Falls Ihnen der Betrug aufgefallen ist, sollten Sie Ihre Bank anrufen, um die Zahlung zu stoppen.
- Prüfen Sie, ob Sie eine Versicherung mit einer sogenannten Cyberpolice abgeschlossen haben.
- Erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei.
- Holen Sie sich professionelle Hilfe in der Vebraucherzentrale.
Der Ebay-Dreiecksbetrug
Dieser Trick ist sehr hinterhältig und kaum im Vorhinein zu erkennen. Er funktioniert folgendermaßen:
- Sie stellen ein Produkt in Ihre Anzeigen.
- Der Betrüger teilt Ihnen das Interesse mit und möchte sogleich per Überweisung oder PayPal bezahlen. Sie geben Ihre Kontoinformationen weiter.
- Gleichzeitig stellt der Betrüger ein gleichteures Produkt rein. Bei erfolgreichem Verkauf dieses Produktes, gibt der Betrüger Ihre Bankdaten weiter.
Auf diese Weise erhalten Sie das Geld von einem unbekannten Dritten und schöpfen keinen Verdacht, der Betrüger erhält das Produkt umsonst und der Dritte bleibt im schlimmsten auf seinen Kosten sitzen.
Was Sie tun können
In einem solchen Fall können Sie nicht viel tun. Je nach gewählter Bezahloption gibt es hier unterschiedliche Gewinner und Verlierer.
Bei einer Überweisung ist der Dritte der größte Verlierer. Trotz Bezahlung wird er keine Ware erhalten. Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Sie den Warenversand nachweisen können.
Bei PayPal-Zahlungen kann die Situation unterschiedlich ausgehen. Der Dritte kann hier vom PayPal-Käuferschutz Gebrauch machen. Anders sieht es aus wenn die Adresse auf der Versandbestätigung mit der Adresse der PayPal-Zahlung übereinstimmt. In diesem Fall entscheidet PayPal zu Ihren Gunsten.
Gratis-SMS, Produkte zum Spottpreis und Gewinnspiele
Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit einer Reihe an Internet-Betrugsfällen, die mit ähnlichen Tricks funktionieren.
Meist wird auf solchen Seiten eine vermeintlich kostenlose Dienstleistung, wie das Versenden einer SMS oder ein IQ-Test, angeboten, die mit einer verpflichtenden Registrierung einhergeht. Hier muss man persönliche Daten eingeben, wie den Namen, die Adresse und die Telefonnummer. Kurze Zeit darauf erwartet einen dann die böse Überraschung und der Anbieter schickt Ihnen eine saftige Rechnung ins Haus.
Was Sie tun können
Lassen Sie sich auf keinen Fall von Rechnungen oder Anwaltsschreiben einschüchtern und bezahlen Sie die Rechnung nicht! Ein wirksamer Vertrag kommt nur zustande, wenn Sie ausreichend über den Kauf informiert werden. Auf solchen betrügerischen Webseiten ist der Preishinweis meist irgendwo auf der Seite und nur schwer auffindbar notiert. Auf diese Weise kommt kommt kein rechtswirksamer Kaufvertrag zustande und Sie sind auf der sicheren Seite.
Darüber hinaus sind Minderjährige nur beschränkt geschäftsfähig. Falls Ihr Kind also in eine solche Falle getappt ist, ist dieser Vertrag keinesfalls gültig, bevor Sie diesem als Elternteil zustimmen.
Auf folgenden Seiten können Sie sich weitere Informationen zu Internet-Betrugsfällen einholen:
OE24 TV Live-Stream
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