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Richter fällt Urteil

Kim Dotcom darf ausgeliefert werden

Dem Megaupload-Gründer drohen in den USA 20 Jahre Haft.

Ein Richter in Auckland in Neuseeland hat die Auslieferung des umstrittenen deutschen Internetunternehmers Kim Dotcom (41) zusammen mit drei anderen Angeklagten an die USA genehmigt. Nach einer neunwöchigen Anhörung sei die Beweislage "überwältigend", so dass die Auslieferung erfolgen solle, wurde am Mittwoch offiziell mitgeteilt.

In den USA drohen ihm 20 Jahre Haft
Zu entscheiden war nicht über eine mögliche Schuld Dotcoms, sondern lediglich darüber, ob die Anschuldigungen stichhaltig genug für eine Auslieferung sind. Dotcom, Gründer der inzwischen geschlossenen Internettauschplattform Megaupload, drohen in den USA 20 Jahre Haft wegen Urheberrechtsverletzungen, Betrugs und Geldwäsche. Die US-Justiz will dem 41-Jährigen, der mit seiner Tauschbörse ein Vermögen verdiente, den Prozess machen, weil er für die großflächige Weiterverbreitung von Onlineinhalten ohne Berücksichtigung der Urheberrechte verantwortlich gemacht wird.

Der Fall hatte im Jänner 2011 seinen Anfang genommen, als bewaffnete neuseeländische Polizisten Dotcoms Anwesen in Auckland durchsuchten, während zeitgleich die US-Bundespolizei FBI gegen den Deutschen ermittelte. Dotcom weist alle Vorwürfe zurück. Auch die früheren Megaupload-Manager Finn Batato, Mathias Ortmann und Bram van der Kolk sollen in den USA vor Gericht gestellt werden.

Immenser Schaden
Nach Berechnungen der US-Behörden soll Megaupload mit Urheberrechtsverletzungen einen Gewinn von 175 Millionen Dollar (knapp 160 Millionen Euro) gemacht haben, während die Hersteller von Filmen, Musik und Software Verluste von 500 Millionen Dollar verzeichneten. Das FBI stuft Dotcoms Aktivitäten als größten Fall von Urheberrechtsverletzung in der US-Geschichte ein.
 

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