Microsoft trotzt der Coronavirus-Krise

Geschäfte boomen

Microsoft trotzt der Coronavirus-Krise

Windows, Surface-Geräte, Teams und Azure sind auch in der aktuellen Krisenlage gefragt.

Microsoft legt unter anderem dank seiner Cloud-Angebote auch in der Coronakrise zu. Office-Büroprogramme, die Kooperations-Software Teams und die von vielen Apps genutzte Cloud-Plattform Azure sind gefragt, während Menschen in vielen Ländern zuhause statt im Büro arbeiten, wie das Unternehmen in dieser Woche mitteilte. Auch beim Betriebssystem Windows und Microsofts "Surface"-Tablets lief es den Angaben zufolge besser als erwartet, weil verstärkt mobile Geräte gekauft worden seien.
 
 

Cloud und Hardware gefragt

Die Coronapandemie beeinflusse alle Lebens- und Arbeitsbereiche, "und wir haben ein Ausmaß digitaler Transformation von zwei Jahren in zwei Monaten erlebt", sagte Microsoft-Chef Satya Nadella (Bild) in einer Telefonkonferenz mit Analysten. So komme Microsoft Teams jetzt auf 75 Millionen Nutzer täglich - doppelt so viele wie noch Anfang März.
 
Bei Microsofts Cloud-Flaggschiff - der Azure-Plattform für Unternehmen - stiegen die Erlöse um 59 Prozent. Das Cloud-Geschäft insgesamt legte um 27 Prozent auf 12,3 Mrd. Dollar (11,3 Mrd. Euro) zu. Der Umsatz der Sparte mit Windows, der  Xbox -Spielekonsole und den "Surface"-Geräten wuchs um drei Prozent auf 11 Mrd. Dollar. Für diesen Bereich hatte der Konzern wegen der Coronapandemie im Februar vorsorglich eine Umsatzwarnung abgegeben. Die Lieferketten in China erholten sich jedoch etwas schneller als gedacht.
 
 

Office profitiert vom Abo-Modell

Der Bereich, in dem unter anderem die Office-Bürosoftware untergebracht ist, wuchs um 15 Prozent auf 11,7 Mrd. Dollar. Microsoft hilft dabei, dass Kunden für viele Produkte wie Office inzwischen zu großen Teilen im Abo bezahlen. Die Einmal-Verkäufe von Software gingen dagegen im März zurück, wie Finanzchefin Amy Hood dem Finanzdienst Bloomberg sagte.
 
Im gesamten vergangenen Vierteljahr steigerte Microsoft den Gewinn im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 10,8 Mrd. Dollar. Der Umsatz kletterte in dem Ende März abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal um 15 Prozent auf 35 Mrd. Dollar. Damit wurden die Erwartungen der Wall Street klar übertroffen, die Aktie legte im nachbörslichen Handel um gut zwei Prozent zu.
 
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