Gerichtsurteil

Vater muss WhatsApp seiner Kinder löschen

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Gericht sieht durch Messenger-Programme Gefahr für Unter-16-Jährige

Zum Schutz vor sexueller Belästigung über Messenger-Programme auf den Smartphones seiner Töchter ist ein deutscher Vater zu präventiver Mithilfe verdonnert worden. Das Amtsgericht in Bad Hersfeld in Hessen verurteilte ihn, Apps wie WhatsApp von den Geräten zu entfernen, um seine minderjährigen Mädchen zu schützen. Das besagt ein noch nicht rechtskräftiger Beschluss, über den "heise.de" berichtete.

Monatliches Gespräch

Der geschiedene Vater muss mit seinen Töchtern laut dem Beschluss monatlich ein Gespräch über die Nutzung der Handys führen und alle drei Monate prüfen, welche Apps darauf installiert sind - und ob es Ungereimtheiten gibt. Der Vater muss dies dem Gericht nachweisen.

Im Mai wurde bei der Polizei wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung gegen einen ehemaligen Schulfreund des Vaters Anzeige erstattet. Die sexuelle Anmache habe dem Wohlbefinden der Mädchen arg zugesetzt, befand das Gericht. Wegen dieses Vergehens habe die Staatsanwaltschaft Fulda gesondert zu entscheiden.

Gefahr für Kinder

Das Amtsgericht betonte, dass Messenger wie WhatsApp für Kinder und Jugendliche unter 16 eine Gefahr für ihre Privatsphäre und Entwicklung darstellen könnten. Smartphones könnten in dem Alter nicht ohne jegliche Überwachung ausgehändigt werden.
 

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