Soziale Netzwerke

Firmen verwehren den Zugang

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Xing, Facebook, Twitter und Co. boomen. Davon sind aber nicht alle Firmenchefs begeistert.

Für viele Personen wird das "Social Networking" zu einer wahren Sucht. Immer häufiger pflegen sie ihre Seiten auch während der Arbeitszeit. Dieser Umstand ist für viele Firmeninhaber nicht mehr tragbar, da dadurch viel wertvolle Arbeitszeit für private Angelegenheiten verloren geht. Und deshalb setzen immer mehr Unternehmen Filtersoftware, die den Angestellten den Zugang zu den einschlägigen Seiten verwehrt, ein. Neben zahlreichen Unternehmen haben nun auch die Ministerien und Behörden die Online-Netzwerke für ihre Mitarbeiter gesperrt.

Von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedliche Handhabe
Bei der OMV und beim Verbund wird den Mitarbeitern der Zugang zu Social-Network-Seiten grundsätzlich verwehrt. Ausnahmen gibt es beim Verbund aber, wenn eine berufliche Notwendigkeit besteht - dann werden die Seiten kurzfristig entsperrt.

Die AUA verwehrt ihren Angestellten den Zugang zu Facebook. Die Karriere-Netzwerk-Seite Xing, die Videoplattform Youtube oder das deutschsprachige Pendant zu Facebook, StudiVZ, können die Mitarbeiter der heimischen Fluggesellschaft hingegen ohne Probleme anschauen. Dort hätte man das "Zeitproblem" nicht festgestellt. In regelmäßigen Abständen evaluiert die Airline jene Internet-Seiten, die von den Beschäftigten am häufigsten aufgesucht werden.

Post und Telekom sehen die Sache etwas lockerer. So haben Post-Mitarbeiter der Post laut dem Postsprecher Stefan Fuchs uneingeschränkten Zugriff auf alle Internetseiten - abgesehen natürlich von "bedenklichen" Webseiten - eine Betriebsvereinbarung sieht jedoch vor, dass die Nutzung der IT-Ressourcen für private Zwecke nicht erlaubt ist. Eine Überprüfung und Kontrolle gibt es jedoch nicht. Auch Telekom-Beschäftigte können problemlos jede Page ansurfen.

Die Erste Bank zeigt sich über den Boom der Social Networks erfreut. Peter Thier (Erste-Bank-Sprecher) führt vor Augen, dass Facebook oder Xing mittlerweile von vielen Unternehmen auch zur Kunden- oder Mitarbeiter-Akquise verwendet werden. Zurzeit nutzen bereits 600.000 Österreicher Facebook, 300.000 Xing. "Wir haben Facebook & Co. für uns entdeckt und erst vor kurzem einen Mitarbeiter aufgenommen, den wir auf Xing gefunden haben. Über Facebook akquirieren wir neue Kunden" erzählt Thier weiter. Die heimische Bank erlaubt es ihren Mitarbeitern jedoch nicht private Emails zu handeln oder auf YouTube zu zugreifen.

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