Narkolepsie
So gefährlich ist die Schlafkrankheit
Narkolepsie, im Volksmund auch „Schlafkrankheit“ oder „Schlummersucht“ genannt, zählt zur Gruppe der Schlafsüchte. Es handelt sich dabei um eine neurologische Erkrankung des Schlaf-wach-Rhythmus, die gekennzeichnet ist durch häufige Schlafattacken während des Tages. In den unmöglichsten Situationen, beispielsweise während des Redens, Essens, bei der Arbeit oder im Straßenverkehr, kann es zu einer plötzlichen, unüberwindbaren Müdigkeit oder sogar zum vollständigen Verlust der Muskelspannung kommen. Der Betroffene schläft ein oder sackt plötzlich zusammen. Im Straßenverkehr kann dies zu gefährlichen Situationen führen.
Unbekannte Krankheit
Laut Schätzungen leiden in Österreich rund 4.000 Menschen unter Narkolepsie. Die noch recht unbekannte neurologische Erkrankung wird oft erst nach einer längeren Ärzte-Odyssee diagnostiziert. Die Verdachtsdiagnosen reichen von Epilepsie, Muskelschwund, multipler Sklerose (MS) über psychosomatische Beschwerden bis zu Depression.
Schlaf-wach-Rhythmus
Die Ursache für Narkolepsie ist nicht geklärt. Untersuchungen zeigen, dass im Gehirn weniger Hypocretin (Orexin) vorhanden ist. Dieser Botenstoff, der im Hypothalamus gebildet wird, regelt den Schlaf-wach-Rhythmus. Werden jene Zellen, die diesen Stoff produzieren, durch eine fehlgeleitete Autoimmunreaktion beeinträchtigt, kann der Körper den normalen Schlaf-wach-Rhythmus nicht mehr einhalten.
Heilung nicht möglich
Narkolepsie ist nicht heilbar. Durch medikamentöse Therapien lassen sich lediglich die Symptome verbessern. Narkolepsie bleibt ein lebenslanger Begleiter. Betroffene sollten daher lernen, dies zu akzeptieren, und Strategien entwickeln für einen besseren Umgang mit der Erkrankung.
DIE WICHTIGSTEN FAKTEN IM ÜBERBLICK
Schlafattacken Hier finden Sie die wichtigsten Informationen über Entstehung, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von Narkolepsie.
SO DIAGNOSTIZIERT MAN NARKOLEPSIE
Dank fortschrittlicher Technik im Schlaflabor kann eine Narkolepsie
relativ zuverlässigerkannt werden.
MASSNAHMEN BEI NARKOLEPSIE
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden