Frequency 2016

Verordnung birgt Spannung

Frequency: Vorfreude mit Fragezeichen

Event-Guru Harry Jenner und den Behörden blüht jedenfalls eine Mega-Aufgabe.

St. Pölten. Groß war kürzlich die Freude, als das ­Frequency-Festival grünes Licht bekam. Es darf von 18. bis 21. August stattfinden. Allen voran jubelt Organisator Harry Jenner – verständlich nach der Absage im letzte Jahr. Der hatte im Laufe des heurigen Jahres nie die Hoffnung verloren, von 19. bis 21. August 50.000 Festival-Jünger einladen zu dürfen. Mit einem „Aufwärmtag“ am 18. August und dem traditionellen Campingplatz.

Nun, nach dem „Go“, ist die Erleichterung groß. Laut Jenner kann das Programm großeils gehalten werden, die Headliner seien an Bord, also AnnenMayKantereit, Bilderbuch oder RAF Camora. „Und Superstar Marshmello“, wie Jenner betont. Also alles auf Schiene fürs Festival? Mitnichten.

Vorgaben offen

Die Sicherheitsvorkehrungen sind es, die beschäftigen. Natürlich auch Jenner. Die Bundesregierung kündigte für Anfang Juli eine neue Verordnung an. Mit neuen Details wie der weiteren Handhabung der Maskenpflicht oder Corona-Testmodalitäten. Jenner sagt: „Über ungelegte Eier spricht man nicht.“ In St. Pölten tut man das schon. 50.000 Leute durchzutesten, sofern das die Verordung vorsieht, erfordert schließlich einiges an Vorbereitung. Etwa beim Eintritt. Im St. Pöltner Magistrat rauchen die Köpfe. Immerhin: Im nahen Veranstaltungszentrum läuft derzeit eine Test- und eine Impfstraße. Eine Halle stünde zur Verfügung.

Challenge. Die größte ­Herausforderung ist wohl, wenn während oder kurz vor Ende des Festivals einer der zigtausend Besucher positiv getestet wird. Etwa am Camping-Areal. Die anschließende Nachverfolgung wird bei den zuständigen Behörden wohl „mäßige Begeisterung“ hervorrufen, wie es ein Mitarbeiter beschrieb.