Scharfe Kritik

"Unverschämtheit": Darum lehnte Grönemeyer Merkel-Einladung ab

Herbert Grönemeyer schlug eine Einladung von Angela Merkel aus. 

Musiker Herbert Grönemeyer (69) war beim Talkformat "Berlin Sounds Inside" des rbb zu Gast - und fand klare Worte über die deutsche Ex-Kanzlerin Angela Merkel (CDU). 

In Bezug auf die Willkommenskultur 2015 meinte Grönemeyer: "Ich glaube, dass wir uns manchmal gar nicht bewusst sind (...), was das für eine enorme humanistische Leistung war, von Deutschland, von den Menschen hier in Deutschland."

"Frau Merkel hat nie kommuniziert" 

Er wolle aber nicht "wegreden", dass es auch Probleme gebe. Dennoch ist er sich sicher: "Das liegt aber auch daran, dass Frau Merkel nie kommuniziert hat." Laut dem Musiker hätte man ununterbrochen kommunizieren müssen, was die Probleme seien, was man erreicht habe und wie weit man gekommen sei. 

"Es wurde nie darüber geredet, es wurde immer gesagt 'Da kommen immer mehr'", so Grönemeyer. Und: "Frau Merkel hat 16 Jahre nie kommuniziert, außer, dass sie einmal den Satz gesagt hat 'Wir schaffen das', danach wurde nicht mehr kommuniziert."

Das ist eine "Unverschämtheit" 

Es sei eine "Unverschämtheit", dass nicht mehr kommuniziert worden sei. "Wir verstehen, wir sind nicht doof, sondern wir sind auch problembewusst", sagte der Sänger. Und weiter: "Wir können auch Dinge aushalten, wenn man uns das erklärt."

Die Moderatorin wollte anschließend wissen, ob das auch der Grund dafür sei, dass er alle früheren Einladungen von Merkel ins Kanzleramt ausgeschlagen habe. Grönemeyers Antwort: "Ja, ich wollte mich mit der nicht unterhalten". Der Sänger betonte aber zugleich, dass Merkel auch viel geleistet habe, er wolle sie nicht "nur dissen". Aber: "Gleichzeitig war sie Widerspruch nicht gewohnt. Das mochte sie nicht."

"Das war eine uneitle Frau im Gegensatz zu dem, was danach kam. Das ist keine Frage", lobte Grönemeyer Merkel. Nur die fehlende Kommunikation ab dem Jahr 2015, "das ärgert mich bis heute".

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten