Naomi Watts, Diana

Diana-Film

Naomi Watts: Neue Königin der Herzen?

Rolle ihres Lebens oder großer Fehler? Watts wird unvergessene Diana spielen.

Es ist eine solche Ehre, diese tolle Rolle spielen zu können. Diana war weltweit beliebt und ich freue mich sehr darauf, sie auf der Leinwand zu verkörpern“, zeigte Naomi Watts (43) sich zwar glücklich, klang dabei aber etwas zurückhaltend. Mit gutem Grund. Denn der Film ist schon jetzt sehr umstritten. Immerhin will die Filmgesellschaft Ecosse nicht irgendein Porträt über die 1997 verstorbene Prinzessin Diana drehen, sondern die letzten beiden Jahre ihres Lebens beleuchten. Das ist ebenso spannendes wie brisantes Material: Caught In Flight dreht sich unter anderem um Dianas Kampf gegen Landminen und ihre Beziehung zu dem Herzchirurgen Hasnat Khan, den sie 'Mr. Wonderful‘ nannte und heiraten wollte. Eine Liebe, die scheiterte. Er behandelt auch ihre letzte Romanze mit Dodi al-Fayed, dem Sohn des ehemaligen Besitzers des Kaufhauses Harrods, der mit ihr verunglückte.

Natürlich ist das britische Königshaus alles andere als 'amused‘ über den geplanten Film. Aus Palastkreisen wird bereits gemunkelt, dass es im Buckingham-Palast oder in Schloss Windsor wohl keine Drehgenehmigung geben wird. Trotzdem hofft Naomi auf die Zustimmung von Dianas Söhnen: "Sie würde sich freuen, wenn die Prinzen ihr von ihrer Mutter erzählen. Doch sie weiß auch, wie unwahrscheinlich das ist", verrieten Freunde der australisch-britischen Schauspielerin. Die heftigen Diskussionen um das Projekt lassen Watts nicht kalt: "Sie macht sich Sorgen, wie der Film in Großbritannien angenommen wird und sie hofft, dass sie zumindest den Segen von William und Harry bekommen wird."

Diashow:

Sir Elton John war ein enger Freund der Prinzessin.

Der Lebensgefährt von Elton John, David Furnish.

Camilla Al-Fayed, die Schwester von Dodi, wurde von William und Harry eingeladen.

Cliff Richard winkt den wartenden Fans der verstorbenen Prinzessin.

Rosa Monkton und Tochter Domenica - Diana war die Taufpatin der Kleinen.

Earl Spencer kommt mit seiner Familie.

Jane Fellowes, Dianas Schwester.

Earl Spencer, Dianas Bruder,.

Prinz Charles fährt vor.

Prinz Charles mit seinen Söhnen.

Harry und William kamen gemeinsam zur Kirche.

Auch Queen Elizabeth gedenkt ihrer verstorbenen Schwiegertochter.

Richard Branson und Ehefrau Joan.

Elton John und David Furnish

Prinz Harry ist bester Laune.

Sir Richard Attenborough und seine Gattin Sheila Sim.

Queen Elizabeth und - mit Respektabstand - Prinz Philip

Harry sieht sich mal um.

Sehr selten: Eine zärtliche Geste der Royals in der Öffentlichkeit.

Prinz Charles lächelt für die Kameras

Starfotograf Mario Testino.

Der britische Ex-Premier Tony Blair trifft ein.

Sänger Bryan Adams.

Der amtierende Premier Gordon Brown trifft ein.

John Major, von 1990-1997 britischer Premier.

Die Royals in der Kirche.

Hier fand die Messe statt.

Charles, Harry und William vor der Kirche.

Prinz Harry während seiner berührenden Rede.

Auch Prinz William sprach über seine geliebte Mutter.

Sir David Frost

Lady Annabel Goldsmith.

Die Queen verlässt die Kirche

Queen Elizabeth nach dem Gottesdienst

Sir Elton John verlässt die Kirche.

Prinz Harry unterhält sich nach dem Gottesdienst mit Prinzessin Anne und Sophie Wessex.

Der Duke of Kent nach der Andacht.

Die Prinzen mit ihren Kusinen Eugenie und Beatrice.

Die königliche Familie zeigt sich nach der feierlichen Messe gemeinsam.

Prinz William und Prinzessin Beatrice.

Prinz Harry

Prinz William

David Furnish und Camilla Al-Fayed nach dem Gottesdienst.

Premier Gordon Brown und Prinz Harry.

Oscar-Verdacht
Für Naomi hängt von diesem Film viel ab. Es könnte die Rolle ihres Lebens werden – oder auch ihr größter Fehler. 'Die Königin der Herzen‘ wird Diana auch heute noch genannt. Ob die Schauspielerin den Ansprüchen des Publikums gerecht wird oder gnadenlos durchfällt? Zumindest äußerlich könnte sie die Erwartungen erfüllen. Sie ist nicht nur blond und blauäugig, sie wirkt sanft und zurückhaltend. Doch Naomi ist auch eine starke Frau, die zu ihrer Meinung steht und sie lautstark äußert, auch wenn das gerade nicht so bequem ist. Als ihr guter Freund Leonardo DiCaprio mit ihrem gemeinsamen Streifen J. Edgar bei den heurigen Oscar-Nominierungen wieder einmal übergangen wurde, machte sie ihrem Ärger Luft und kritisierte die Entscheidung der Jury: "Ich glaube, er hat einen tollen Job gemacht und brillant gespielt. Ich war entsetzt, dass er nicht nominiert ist. Er hätte es wirklich verdient." Damit macht sie sich freilich keine Freunde unter den Juroren. In Hinblick auf einen eigenen Oscar war das kein geschickter Schachzug. Dabei wird schon jetzt – lange vor Beginn der Dreharbeiten – gemunkelt, dass sie den begehrten Academy Award für ihre Darstellung der Diana gewinnen könnte.

Doch mit dieser Frage hält Naomi sich nicht auf. Ehrlichkeit geht vor. Außerdem sind Auszeichnungen und Erfolg ja nicht alles. Sie hat erkannt, dass es noch andere Dinge gibt im Leben. In Naomis Fall ist das ihre Familie, die aus dem Schauspieler Liev Schreiber (44) und ihren beiden Söhnen Sasha (4) und Samuel (3) besteht: "Ich bin ausgesprochen erfüllt. Ich kann nicht glauben, dass ich an diesen Punkt gekommen bin, an dem ich einen guten Mann in meinem Leben habe, zwei wunderbare Kinder und interessante Filme drehe."

Diashow: So ähnlich sind sich Diana und Kate

Der Stil des Kleides war dem von Diana doch ähnlich. Spitze, lange Schleppe sowie lange Schleier.

Kate's Schleppe war fast so lange wie die von Diana

Skandalfrei
Naomi Watts ist kein Skandal-Star, sondern eine Schauspielerin, die einfach ihren Job macht und sich dann um die wirklich wichtigen Dinge kümmert. Um ihre Freunde und die Familie. Außerdem kämpft sie seit Jahren gegen Aids und für mehr Akzeptanz für HIV-Infizierte. Das ist ein großes Herzensprojekt der Aktrice (King Kong, 21 Grams), die 2006 zur UNAIDS-Sonderbotschafterin ernannt wurde. Eine Aufgabe, die sie ernst nimmt: "HIV ist keine Schande.“

Sensibel, stark und aufrichtig ist Naomi. So wird sie wohl auch an ihre neue Rolle herangehen und versuchen, der großen Persönlichkeit, die Diana war, gerecht zu werden. "Ich bin froh, eine außergewöhnliche Schauspielerin zu haben, die die Wärme, Menschlichkeit und das Mitgefühl der globalen Ikone verkörpert, die Prinzessin Diana war", ist zumindest Regisseur Oliver Hirschbiegel überzeugt, dass Naomi Watts die richtige Wahl ist. Ob er damit recht hat, werden die Zuschauer entscheiden.

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