"Kontrakte des Kaufmanns" wird bei Theaterfestival aufgeführt.
Im Juli weht ein künstlerischer Wind durch die französische Stadt Avignon. Mehr als 35 Tanz- und Theaterstücke bietet das Theaterfestival in Avignon vom 7. bis 28. Juli. Der Regisseur Nicolas Stemann wird mit Elfriede Jelineks "Kontrakte des Kaufmanns" erstmals bei dem französischen Theaterfest dabei sein. Die bitterböse Komödie handelt von den Auswüchsen des Kapitalismus und der weltweiten Finanzkrise, teilte die Festivalleitung am Dienstag mit.
Deutschsprachige Beiträge in Frankreich
Auch dieses Jahr fehlen die Regisseure Thomas Ostermeier und Christoph Marthaler nicht. Der Intendant der Berliner Schaubühne wird das Stück "Der Volksfeind" von Henrik Ibsen aufführen und der Schweizer Regisseur zeigt "Meine faire Dame - ein Sprachlabor".
Künstlerischer Berater ist Brite
Der künstlerische Berater des Theaterfestivals ist dieses Jahr der Brite Simon McBurney. Der Regisseur, Autor und Schauspieler eröffnet das Programm im Ehrenhof des Papstpalastes mit "Der Meister und Margarita" des russischen Schriftstellers Michail Bulgakow - eine Produktion, die heuer auch die Wiener Festwochen beehren wird. Simon ist Mitbegründer der internationalen Theatergruppe "Complicite". Kennzeichnend für seine Stücke sind Improvisation und Körperlichkeit.
Die Kultur-Highlights des Jahres 2012
Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."
© Stephan Wyckoff
Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.
© tirolerfestspiele.at
Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.
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