Debüt

"Holly" von Maisku Myllymäki: Von Vögeln und Verbindungen

Romantipp! Finnische Autorin Maisku Myllymäki mit Debüt. 

Mit „Holly“ ist der finnischen Schriftstellerin Maisku Myllymäki ein besonderes Debüt gelungen. Diese Erzählung zeichnet sich durch genaue Beobachtung der Verfasserin aus, und der Verlauf der Geschichte ist unklar und darum überraschend.

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Ambivalente Gefühle

Beobachtung ist ohnedies ein zentrales Thema hier, denn in „Holly“ macht sich Journalistin Eva, die sich für Vogelkunde interessiert, auf zu einer Insel. Dort lebt die ehemals berühmte Schauspielerin Holly, die einen äußerst seltenen Vogel, einen Blauwangenspint, gesehen hat. Eva soll dieser Sichtung nachgehen und gleichzeitig auch ein Interview mit Holly führen. Die zwei Frauen sind äußerst unterschiedlich: Holly ist locker, selbstbewusst, gibt schnell sehr private Dinge von sich preis. Das ist für die gehemmte Eva schwierig; sie empfindet eine groteske Mischung aus Ekel, Faszination und Interesse für Holly.


Tiefer Sog in diese besondere Geschichte

Geheimnisse. „Holly“ entwickelt von den ersten Seiten weg, die sich noch recht unschuldig lesen, einen tiefen Sog, der durch die Spannung der gegensätzlichen Protagonistinnen, ihrer Ängste und Erfahrungen gespeist wird. Und von Geheimnissen, die erst nach und nach ans Licht kommen … Solche Geschichten mit lebendigen Frauenfiguren wollen wir lesen! Spoiler: Der Vogel ist bald nicht mehr so wichtig.

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