Neuer Opern-Star

"Julia" Nino Machaidze gilt als neue Netrebko

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© APF

Nino Machaidze (25) ist seit ihrer Salzburger „Julia“ ein Star. Jetzt steht auch Netrebkos Platten-Label voll hinter ihr.

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„Hinreißend“ fanden die Premieren-Besucher Salzburgs neue „Julia“ Nino Machaidze. „Die singt nicht nur gut, in der steckt auch eine gehörige Portion Komödiantik“, fachsimpelte man schon in der Pause. Und: „Gott sei Dank gibt es bald zwei Netrebkos. Denn eine Eintagsfliege ist das keine.“

Trocken wie immer Jürgen Flimm, der Festspiel-Intendant, nach der Premiere: „Sie ist gut. Und wenn man aus ihr einen Superstar machen will, soll’s mir nur recht sein.“

Shootingstar
Der Erfolg ist für jene, die Machaidzes rasanten Karrierestart schon länger beobachten, nicht wirklich überraschend. 2005 sang die aus Tiflis gebürtige Georgierin in Mailand an der Akademie für Nachwuchssänger vor und wurde – gegen 400 Bewerber – prompt aufgenommen. Bereits 2006/07 fiel sie an der Mailänder „Scala“ als Najade in Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos, Lauretta in Puccinis Gianni Schicchi – und Marie in Donizettis La fille du régiment blendend auf.

Power-Label
In dieser Partie konnte sie wohl auch die Sänger-„Scouts“ der Salzburger Festspiele überzeugen, die damals gerade einen Ersatz für die schwangere Netrebko suchten. Die Wahl entpuppte sich als goldrichtig: Immerhin wird Machaidzes „Julia“ ähnlich bejubelt wie 2002 Netrebkos „Donna Anna“ in Mozarts Don Giovanni.

Und auf den Salzburger Partys ist es schon kardinales Thema, dass Netrebkos Plattenlabel Universal (bzw. dessen englische Nobelfiliale Decca) bereits einen Vertrag mit Machaidze abgeschlossen hat. Womit die „Angelina Jolie der Oper“ – wie sie von den Medien liebevoll genannt wird – künftig auf die effektivste Marketing-Power zählen darf, die man als Sänger heute haben kann.

Wien & New York
Der Terminkalender wird sich für Nino Machaidze nach Salzburg klarerweise zunehmend füllen. Fix sind bereits für 2009 Auftritte im Theater an der Wien in Rossinis Il Turco in Italia – ein geschickter Deal von Operndirektor Roland Geyer – sowie 2010 dann das spannende Debüt an der New Yorker Metropo­litan Opera.

Dass die in Mailand lebende, fließend italienisch sprechende Sängerin genügend Disziplin für die ganz große Karriere aufbringt, ist anzunehmen: „In diesem Beruf“, sagt sie, „muss man viel studieren – sempre ,studiare'! Normalerweise ist alles fantastisch: die Proben, die Premieren, der Applaus, den einem das Publikum spendet – aber dahinter steckt sehr viel Arbeit.“

Foto: (c) AP

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