Konzert-Aufreger
Paul Young wankte über die Donauinsel
Das Festival „Forever Young“ feierte am Freitag auf der Wiener Donauinsel die Kultstars der 80er Jahre. Kim Wilde, Limahl, Midge Ure - ewige Hitgiganten. Doch just Paul Young fiel aus der Reihe und ließ bei den 6.000 Zusehern weniger nostalgische Party-Stimmung, sondern eher Fremdschäm-Alarm aufkommen. In wackligen Schritten und mit erschreckend dünner Stimme wankte die 70-jährige Chart-Ikone über die Insel.
Was man beim Opener „Everytime You Go Away“ vielleicht noch mit Mikroproblemen erklären könnte, wurde - wie auch ein YouTube-Video beweist - spätestens mit dem desaströs dargebotenen Klassiker „Wherever I Lay My Head“, verwirrten Blicken und eher gelallten Ansagen klar: Das ist keine technische Panne. Das ist ein absoluter Reinfall, der für viel Kopfschütteln sorgte. War da vielleicht Alkohol im Spiel?
Das Trauerspiel von Paul Young in Wien - hier zum Nachsehen:
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Ein Trauerspiel, das leider an die letzten Auftritte von Amy Winehouse oder Whitney Houston erinnerte, und das sich mit Fortdauer der Halb-Playback (!) dargebotenen „Show“ sogar noch steigerte! Auch 10-millionenfach verkaufte Pop-Perlen wie „Come Back And Stay“ wurden verhunzt. „Senza una donna“, mit dem er an der Seite von Zucchero 1991 bei uns einen Top-10-Hit einfuhr, ja sowieso.
Erschütternd! Immerhin war der Spuk nach nicht einmal 25 Minuten vorbei! Zum Glück für die 6.000 Besucher machten es Limahl („Neverending Story“), Kim Wilde („Kids In America“), Ultravox-Legende Midge Ure („Vienna“) und die kurzfristig für Alphaville (Rippenbruch!) eingesprungene NDW-Legende Peter Schilling („Major Tom“) besser. Sein Mitsing-Refrain „Völlig losgelöst von der Erde. Schwebt das Raumschiff. Völlig schwerelos“ hallte bei vielen Fans ja auch am langen Weg zur U-Bahn noch nach. Ebenso die Diskussionen über Paul Young.
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