Mega-Party
Limahl, Kim Wilde und Co. ließen in Wien die 80er hochleben
"Das ist hier wie ein Klassentreffen. Ich habe gerade mit Midge Ure geplaudert und freu mich schon auf ein Wiedersehen Kim Wilde". 80er Jahr Ikone Limahl schwärmt im oe24-Backstage Interview von der großen 80er-Jahre Sause "Forever Young", die am Freitag für 6.000 Fans auf der Donauinsel die Zeit um 4 Jahrzehnte zurückdrehte. In eine Epoche der ganz großen Hits, die noch heute die Welt bewegen. "Die 80er waren in England die Zeiten des Aufbruchs. Nach den düsteren 70ern mit wirtschaftlichen Problemen und dem Punk. Eine Welle der Hoffnung, der coolen Mode und des Synthesizers," so Limahl. In Wien lieferten die Hit-Stars von damals, auch nach dem kurzfristigen Ausfall von Alphaville (Rippenbruch) den lautstarken Beweis:
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Starteten Camouflage mit Hymnen wie "The Great Commandment" den fast neunstündigen Hitreigen, so kämpfte Robin Beck, die mit "Hide Your Heart" auch an Bonnie Tyler gedachte, mit der Technik. Am Playback-Band war teilweise auch ihre Stimme drauf. "Ich bewege doch nicht nur die Lippen!"
Limahl, der optisch kaum wiederzuerkennen war („Immerhin habe ich noch Haare!“), stellte zwischen seinen ewigen Klassikern wie "Too Shy" oder "Never Ending Story und den Hits von Depeche Mode („Just Can’t Get Enough“), Soft Cell („Tainted Love“) oder Boney M („Brown Girl In the Ring“) die alles entscheidende Frage: „Wer hatte in den 80er Jahren auch so eine hochgesteckte Frisur?" Da gingen fast alle der 12.000 Hände hoch! Ein frühes Highlight, auch weil er auf ein extrem mitsingfreudiges Programm setzte.
Anders Carol Decker, die zwar in Wien-Erinnerungen mit T’Pau schwelgte („Wir haben hier bei euch auch ein Video gedreht!“), aber neben dem kleinen Hit („Heart and Soul“) und dem großen („China in Your Hand“) doch etwas gar viele Füller auf der Setlist hatte. Eine Party-Show sieht anders aus.
Eine Wien-Hommage auch. "Vienna", etwa. Der ewige Kulthit von Ultravox, der natürlich im Mittelpunkt der Rock-Show von Midge Ure stand. In einer eindringlichen XXL-Version. "Es ist mir immer eine Ehre das bei euch zu spielen. Das ist dann auch für mich etwas Besonderes." Dazu gab’s umjubelte New Wave Erinnerungen wie seinen Visage-Klassiker "Fade To Grey", "Hymn" oder "Dancing With Tears in My Eyes".
Noch mehr Hits hatte nur Kim Wilde, die zwei Jahre nach ihrer letzten "Forever Young"-Show mit kleinen Stimmschwächen aber einem großen Hit-Feuerwerk über die Insel tobte: "You Came", "Cambodia", "View From A Bridge", "Kids in America", "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" und sogar die von Sound-Problemen begleitete Depeche-Mode-Verbeugung "Enjoy The Silence".
Einen absoluten Reinfall und Fremdschäm-Alarm lieferte hingegen Paul Young, der sich an Pop-Perlen wie "Come Back And Stay", "Wherever I Lay my Head" oder "Love Of The Common People" abplagte und damit für generelles Kopfschütteln sorgte. Auch mit wankenden Schritten und eher gelallten Ansagen. War da vielleicht Alkohol im Spiel? Traurig. Immerhin dauerte der Spuk keine 25 Minuten!
Deutlich besser machte es Peter Schilling, der kurzfristig für Alphaville einsprang
(„Ich habe erst vor 35 Stunden von diesem Auftritt erfahren. Schicke Marian Gold auch auf diesem Weg alles Gute!“) und innerhalb nur weniger Stunden ein Hit-Programm rund um NDW-Hymnen wie "Die Wüste lebt" und "Major Tom" auf die Beine stellte. Spätestens da war die Donauinsel dann wirklich „völlig losgelöst“!
Am 23. Juli 2027 geht "Forever Young" auf der Donauinsel in die nächste Runde. Mit Frankie Goes to Hollywood Legende Holly Johnson („Relax“), Fr. David („Words“), Jason Donovan („Especially For You“), Sandra („Maria Magdalena“), Cock Robin („Just Around The Corner“), John Parr („St. Elmo‘s Fire“) und Cutting Crew („I Just Died in Your Arms“). Dazu holen Alphaville ihren heuer so kurzfristig ausgefallenen Auftritt nach. Auch mit der Festival Hymne "Forever Young".
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