Salzburger Festspiele

Zittern um Jedermann-Start

von
Jedermann
© Getty
Bei den Festspielen verkörpern Ofczarek und Minichmayr wieder das „Jedermann“-Paar.
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Mit Hofmannsthals Mysterienspiel Jedermann in der Regie von Max Reinhardt wurden am 22. August 1920 die ersten Salzburger Festspiele eröffnet. Seither ist das „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ mit den mittelalterlichen Knittelversen und der naiv-altertümlichen Bildersprache auf dem Domplatz ein jährlicher Fixpunkt des Festivals. Wiewohl von Anfang an ein Publikumshit, wurde der Jedermann von der Kritik als bigotter Kitsch und Kunstgewerbe belächelt, als touristisches Erbauungsspektakel und katholisches Propagandastück.

Die Liste der Titeldarsteller liest sich wie ein Who’s who deutschsprachiger Spitzenschauspieler. Alexander Moissi leitete die Jedermann-Legende ein. Unter seinen Nachfolgern glänzten Attila Hörbiger, Curd Jürgens, Klaus Maria Brandauer, Gert Voss und Peter Simonischek.

Rabl-Stadler: Wegen des Wetters „eine Zitterpartie“
Seit 2010 spielt der Wiener Burgschauspieler Nicholas Ofczarek den reichen Sünder, der vor Gott Rechenschaft ablegen muss über sein irdisches Tun und in seiner Todesstunde von allen Freunden und Schätzen dieser Welt im Stich gelassen wird. Seine Buhlschaft ist Birgit Minichmayr. Premiere ist heute auf dem Domplatz, bei Regen im Großen Festspielhaus. Laut Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler wird’s „eine Zitterpartie“.

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


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Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

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