Wenn kulinarischer Perfektionismus auf die Noblesse der Wiener Gesellschaft trifft, überlässt Christian Mucha nichts dem Zufall. Bevor „Alles Walzer“ in der Staatsoper erklingt, wird das Dinner einer rigorosen Qualitätsprüfung unterzogen.
Während ein Probedinner gemeinhin dazu dient, das Nervenkostüm einer Braut vor dem Altar zu stabilisieren, folgt das kulinarische Vorspiel zum Wiener Opernball bei Christian Mucha gänzlich anderen Gesetzen. Hier geht es nicht um Beruhigung, sondern um die kompromisslose Perfektionierung des Genusses. Eine Woche vor dem gesellschaftlichen Hochamt am 12. Februar lud der Verleger gemeinsam mit General Manager Hanspeter Soller in das Restaurant YOU. Vienna im Le Méridien, um sicherzustellen, dass seine Logengäste nicht bloß gesättigt, sondern auf höchstem Niveau verköstigt werden.
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Unter der Ägide des Küchenchefs wurde in illustrer Runde ein Menü zelebriert, das bereits bei der Vorspeise – einem feinen Tataki vom Gelbflossen-Thunfisch – die kritische Expertise des Gastgebers einforderte. Kleine Korrekturen am Arrangement waren unumgänglich, bis spätestens nach der Julienne vom saionalen Gemüse und einem erfrischenden Grapefruit-Sorbet in Champagner die kulinarische Harmonie im Raum wiederhergestellt war.
Die Vorspeise: Tataki vom Gelbflossen-Thunfisch.
Ein Opfer für den Gaumen: Das Wagyu-Rind
Das Herzstück des Abends sprengte jedoch das Maß des Gewöhnlichen: Ein Filet vom niederösterreichischen Wagyu-Rind. Um die Versorgung der elitären Gesellschaft am Ballabend lückenlos zu garantieren, wurde eigens ein komplettes Tier geschlachtet. Ein Aufwand, der Muchas Anspruch an Luxus unterstreicht.
Das erlesene Menü für den Opernball-Abend - bei der Vorspeise gab es kleine Änderungen.
Noblesse Oblige am Esstisch
Den süßen Abschluss bildete eine geflämmte Zitronen-Tarte, die den Gaumen der erlesenen Tischgesellschaft umschmeichelte. Neben dem Gastgeber testeten auch Felix und Nattaya Köck (Juweliere Von Köck) sowie das Ehepaar Rudolf und Eleonora Brenner (Philoro) die Belastbarkeit der Gänge.
Nach diesem minutiös geplanten Testlauf scheint das Risiko eines gastronomischen Fauxpas gebannt. Wenn es am 12. Februar schließlich „Alles Walzer!“ heißt, ist zumindest an der kulinarischen Front der Sieg bereits gewiss.