Drei Tage nach der knapp verpassten Überraschung gegen Aston Villa will sich Salzburg am Sonntag (17.30 Uhr/live ORF eins) im Cup-Viertelfinale zumindest teilweise entschädigen.
Titelverteidiger WAC muss am Sonntag (ab 17.30 Uhr, HIER im Sport24-Livetivker) jedenfalls mit gut aufgelegten Bullen rechnen, die bei den bisherigen Auftritten 2026 einen starken Eindruck hinterließen. "Wir sehen derzeit wohl das beste Salzburg in dieser Saison", meinte WAC-Coach Ismail Atalan anerkennend.
Letsch: »Wir wollen weiterkommen«
In Wolfsberg will der einstige Serienmeister auf nationaler Ebene jenen Stein ins Rollen bringen, der dann unerbittlich durchs Frühjahr rollt - bis zum zuletzt zweimal verpassten Meistertitel und im Idealfall dem Double. Trotz des Ausscheidens im Europacup konnte der Ligakrösus in den ersten beiden Pflichtspielen - in der Vorwoche wurde der FC Basel 3:1 besiegt - über weite Strecken mit alten Tugenden überzeugen. "Wenn wir diese Intensität und Kompaktheit auf den Platz bringen, dann haben wir schon gesehen, dass wir richtig, richtig gut sind", sagte Tormann Alexander Schlager.
Zum "bisher wichtigsten Spiel der Saison" (Trainer Thomas Letsch) reist der Bundesliga-Tabellenführer jedenfalls als klarer Favorit, zudem gewann der Vizemeister die letzte Partie vor Weihnachten daheim gegen den WAC 2:1. "Unsere Aufgabe beim WAC ist eine sehr anspruchsvolle, weil Spiele in Wolfsberg - das hat die Vergangenheit gezeigt - immer schwierig sind", sagte Letsch, der wohl wie beim 2:3 in Birmingham auf Stürmer Yorbe Vertessen verzichten wird müssen. "Wir wissen auch nicht, was sich der Gegner in der Vorbereitung für das Viertelfinale überlegt hat. Jedoch bleibt unser Ziel gleich, wir wollen weiterkommen."
Vorbereitung hat WAC "richtig gut getan"
Für den WAC ist die bisherige Saison in zwei Hälften geteilt, in jene mit Coach Dietmar Kühbauer und in eine seit seinem Abgang zum LASK Mitte Oktober. Damals lagen die Kärntner in der Liga auf Platz zwei, einen Zähler hinter der Spitze. Nach einem kurzen Intermezzo von Peter Pacult übernahm Atalan den Trainerposten, in der Tabelle ging es aber weiter bergab. Als Achter hat man die Top sechs freilich weiter in Reichweite, im Cup soll nun der erste Befreiungsschlag gelingen.
Grund für Optimismus ist nicht zuletzt die Winterpause, die Atalan die Möglichkeit gab, seine Spielideen und die damit verbundenen Automatismen in Ruhe zu implementieren. "Die drei Wochen haben uns richtig gut getan", meinte der 45-Jährige. Der Respekt vor Salzburg ist im Vergleich zum Herbst aber nicht kleiner geworden. "Sie sind momentan in bestechender Form", sagte Atalan. "Vor allem zu Beginn erwartet uns enormer Druck. Wir müssen die Intensität annehmen."
Mögliche Aufstellung:
Wolfsberger AC - RB Salzburg (Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 17.30 Uhr, SR Semler). Bisherige Saisonergebnisse: 3:1 (h), 1:2 (a)
WAC: Polster - Wohlmuth, C. Diabate, Wimmer, Renner - Schöpf, Sulzner, Agyemang - Zukic - Kojzek, AvdijajSalzburg: Schlager - Trummer, Gadou, Schuster, Krätzig - Bidstrup, Diabate - Kitano, Alajbegovic - Baidoo, Konate