Die Witwe des verstorbenen Baumeisters wird am Donnerstag zwar auch tanzen, aber nicht am Ball der Bälle, sondern daheim im Wohnzimmer.
Noch vor Kurzem jonglierte Simone Lugner im ORF-Talk mit Patrick Budgen charmant mit den Erwartungen der Society-Welt. Auf die Frage, ob sie an der Seite des Prinzen von Anhalt über den roten Teppich der Wiener Staatsoper schreiten würde, ließ sie ein vielsagendes „Ja, wenn er mich fragt!“ im Raum stehen. Doch während die Gerüchteküche noch brodelte, folgt kurz darauf die charmante Absage: Die Witwe des legendären „Mörtel“ Lugner erteilt dem 68. Opernball eine Abfuhr und tauscht das Blitzlichtgewitter gegen die heimische Couch.
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Dieser Rückzug wirkt fast wie eine stille, aber entschlossene Rebellion gegen die unaufhaltsame „Lugnerisierung“, die das Event auch nach dem Ableben des Baumeisters fest im Griff hat. Während Richard Lugner sein "Bienchen“ wohl nur zu gern in einer Ehrenloge gesehen hätte, bricht Simone mit der Tradition. Anstatt sich dem Protokoll und dem Kleiderzwang zu unterwerfen, setzt sie auf ein privates Kontrastprogramm: „Ich habe ein Familienessen, auch Freunde werden dabei sein“, verriet sie gegenüber oe24.
Tanzprofi für den Opernball
Getanzt wird im Hause Lugner am 12. Februar trotzdem – allerdings unter dem Motto „Dancing Stars“. Für die passende Expertise im Wohnzimmer hat sie sich zwei hochkarätige Gäste geladen: Ihren ehemaligen Tanzpartner Danilo Campisi und dessen Verlobte Corinna Kamper. Es ist ein Abend der Intimität, der so gar nicht zur gewohnten Inszenierung der Lugner-Ära passen will.
Draußen am Ring hingegen läuft die Maschinerie der Star-Akquise in gewohnter Manier weiter, als gäbe es kein Innehalten. Tochter Jacqueline erfüllt mit dem Besuch von Fran Drescher den letzten Wunsch ihres Vaters, während „Schaumrollenkönig“ Karl Guschlbauer mit Sharon Stone den wohl gewichtigsten Glamour-Coup des Jahres feiert. Doch während sich die Prominenz in der Staatsoper durch die Gänge schiebt, hat Simone Lugner ihren eigenen Rhythmus gefunden – weit weg vom Rummel, in den eigenen vier Wänden und in bester, tänzerischer Gesellschaft.