Weitere Details zu dem Cobra-Einsatz im Krankenhaus St. Johann kommen derzeit ans Licht.
Tirol. Ein dramatischer Vorfall ereignete sich am Montagvormittag gegen 9 Uhr in einem Behandlungsraum des Krankenhauses St. Johann. Dort hatte ein vorerst Unbekannter zwei Ärztinnen mit einer Pistole bedrohte. Danach soll noch ein Schuss gefallen sein. Einsatzkräfte der Cobra konnten den Mann schließlich stellen.(oe24 berichtete).
Laut weiteren Ermittlungen soll es sich bei dem Schützen um einen 56-jährigen Österreicher handeln. Dieser richtete in dem Zimmer die Waffe konkret gegen eine Ärztin und forderte diese auf seine Ehefrau anzurufen. Ob diese im Spital untergebracht ist oder nicht, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar.
Zwar konnte der 56-Jährige durch die beiden Medizinerinnen etwas beruhigt werden, wodurch die beiden Ärztinnen unter einem Vorwand den Raum verlassen konnten, trotzdem kam es noch zu einer Schussabgabe.
Projektil schlug in Raum mit drei Menschen ein
Das Projektil soll nicht in Richtung der Cobra-Beamten abgefeuert worden sein, sondern durchdrang eine Zwischenwand und schlug schließlich in einer Mauer des angrenzenden Zimmers ein.
In diesem Raum hielten sich zu dem Zeitpunkt drei Personen auf. Diese hielten sich aber zum Glück auf der anderen Seite des Zimmers auf, wodurch sie nicht verletzt wurden.
Der offenbar psychisch beeinträchtigte Verdächtige wurde rasch von Beamten überwältigt und abgeführt werden. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Gegen den Österreicher wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.
Die Pistole, die der Mann legal besessen hatte, wurde sichergestellt. Es wurde weiter wegen des Verdachts der schweren Nötigung ermittelt. Der Beschuldigte befand sich Stand Dienstagfrüh in ärztlicher Behandlung und sollte im Laufe des Tages einvernommen werden. Das genaue Motiv ist bisher unklar.