Schon wieder

Böller-Unfall: Bub (10) verlor mehrere Finger

Nachdem zu Silvester ein 14-Jähriger seine Hand verlor und ein 13-Jähriger mehrere Fingerkuppen, kam es am Neujahrstag zu weiteren folgenschweren Pyro-Unfällen.

Wien/Vbg. Der erste dramatische Böller-Unfall passierte am Donnerstag gegen 16.30 Uhr in Wien-Donaustadt.

Ein Bub (10) war mit seinem Bruder im Hof einer Wohnhausanlage unterwegs, als er dort einen Böller fand und diesen anzündete. Bei der Explosion erlitt der 10-Jährige schwere Verletzungen. Dem Burschen wurden mehrere Finger abgetrennt. Er musste von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch erstversorgt und in ein Spital gebracht werden. Das Kind war laut Polizei beim Eintreffen der Rettungskräfte nicht ansprechbar. Ob es sich um illegale Pyrotechnik handelt, war vorerst nicht klar. Das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Brand, führt die Erhebungen.

Nur eine halbe Stunde später ereignete sich die nächste folgenschwere Explosion in Vorarlberg. Wie berichtet, fanden zwei Burschen im Alter von zwölf und 14 Jahren auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Höchst eine selbst gebaute Pyrotechnik. Der Zwölfjährige nahm den Zündkörper in die Hand, der 14-Jährige entzündete währenddessen mit einem Feuerzeug die Zündschnur. Daraufhin detonierte die Pyrotechnik in der Hand des Jüngeren. Die beiden Kids erlitten schwere Verletzungen und kamen ins Spital.

"Die Wiener Polizei warnt ausdrücklich vor dem Gebrauch nicht zugelassener Böller sowie unsachgemäßer Verwendung von Pyrotechnik. Die meisten Unfälle und gefährlichen Vorfälle mit pyrotechnischen Erzeugnissen sind auf Sorglosigkeit, Unachtsamkeit sowie nicht bestimmungsgemäße oder missbräuchliche Verwendung zurückzuführen. Bei Verstößen gegen Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes drohen dem Verwender, neben möglichen strafrechtlichen Konsequenzen, zudem Verwaltungsstrafen bis zu 3.600 Euro", so die Wiener Polizei in einer Aussendung.

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