Am Tag vor der Demonstration auf der Tiroler Brennerautobahn (A13) am Samstag inklusive Totalsperre des Brennerkorridors hat es bereits Freitagfrüh ein hohes Verkehrsaufkommen gegeben.
Der Verkehr rollt ab der Mautstelle Schönberg in Richtung Süden zwar, sei aber "zähflüssig", hieß es von der Verkehrsabteilung der Polizei zur APA. Es wurde im Vorfeld erwartet, dass sich viele Reisende noch vor der Sperre auf den Weg über den Brenner machen und es zu Staus kommen könnte.
Denn am Samstag gibt es zwischen 11.00 und 19.00 Uhr keine Durchfahrt mehr. Die A13 wird in dieser Zeit gar nicht befahrbar sein. Auf der Brennerstraße (B182), der Ellbögener Straße (L38) und der Stubaitalstraße (B183) ist nur der Ziel- und Quellverkehr erlaubt. Reisende müssen für die Fahrt einen Nachweis erbringen, etwa mit einer Buchungsbestätigung für ein Hotel in der Region oder einem Lieferschein.
Fahrten nach Tirol sollen vermieden werden
Jedoch sollte aufgrund der zu erwartenden umfangreichen Verkehrsverzögerungen eine Fahrt an diesem Tag dennoch vermieden werden, appellierten die Behörden. Dasselbe wurde indes auch für den Freitag und Sonntag empfohlen, nachdem mit einer Verlagerung des Verkehrs auf den Tag vor und nach der Blockade gerechnet worden war. Zudem wurde von einer Überlastung der Tauernautobahn (A10) in Salzburg sowie allen weiteren Verbindungen in Tirol ausgegangen.
Die Brenner-Demo bei Matrei am Brenner, die die Wogen in den vergangenen Wochen hochgehen ließ und etwa zu deutlicher politischer Kritik aus Bayern und Südtirol führte, war vom Grieser Bürgermeister Karl Mühlsteiger als Privatperson vor allem wegen der überbordenden Verkehrsbelastung beantragt worden. Die Kundgebung war von der Bezirkshauptmannschaft zweimal nicht erlaubt worden. Das Tiroler Landesverwaltungsgericht gab dann jedoch einer Beschwerde gegen den entsprechenden Bescheid wegen Rechtswidrigkeit bzw. Verletzung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit statt. Daraufhin wurde die Demonstration von der Behörde nicht untersagt.