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Online-Banking

Burgenländer um 12.000 Euro betrogen

Täter verschafften sich mittels "Trojaner" die Zugangsdaten und zogen Geld vom Konto des 33-Jährigen ab.

Ein 33-Jähriger aus dem Bezirk Neusiedl am See ist beim Online-Banking um etwa 12.600 Euro betrogen worden. Die Täter dürften sich mittels "Trojaner" Zugangsdaten des Geschädigten verschafft haben, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland heute, Donnerstag.

Probleme bei der Code-Eingabe
Am vergangenen Dienstag habe der Burgenländer per Online-Banking eine Inlandsüberweisung in einem geringen Umfang durchgeführt. Dabei kam es zu Problemen bei der Eingabe des für die Durchführung notwendigen Codes. Schließlich wurde dieser akzeptiert und die Transaktion erfolgte. Am Mittwoch wurde der Mann von der E-Business-Abteilung seiner Bank kontaktiert, da eine Überweisung in der Höhe von 12.640 Euro zu seinen Lasten vorgenommen wurde.

So schützt man sich vor Betrug
Mit relativ einfachen Mitteln kann man seinen PC besser vor Verbrechern schützen: Vor jeder Anmeldung sollte man die Sicherheitseinstellungen des Browsers überprüfen. ActiveX am besten deaktivieren, die Bestätigung für das Ausführen von Java-Applets einschalten. Bevor jemand anderer den PC benutzt, sollte man den Browser-Cache löschen. Sehr wichtig: immer kontrollieren, ob die Webadresse (URL) auch wirklich korrekt ist. Schon minimale Abweichungen können auf eine gefälschte Webseite hinweisen! Bei optischen Veränderungen sofort den Betreiber der Seite kontaktieren.

Auf die Webadresse achten
Sichere Seiten - z.B. für Online-Banking - haben immer ein https:// am Anfang, was auf eine sichere Verbindung hinweist. Nur dann kann man PIN und TANs gesichert eingeben. Zusätzlich sehen Sie ein Schloss-Symbol in der unteren Statusleiste. Mit einem Doppelklick auf dieses Schloss öffnet sich ein Fenster, in dem man Zertifikationsinformationen überprüfen kann.

Schutz von Daten und Zugangsmedien
Zugangsdaten und Passwörter sollten niemals abgespeichert werden oder an Dritte weitergegeben werden. Passwörter so müssen schwer zu erraten sein und regelmäßig geändert werden. Sichere Passwörter umfassen mindestens 8 Zeichen, mindestens eine Ziffer sowie ein Sonderzeichen.

Virenschutz und Firewall
Heutzutage unverzichtbar ist die Verwendung eines Virenscanners, der laufend aktualisiert wird und damit neue Viren erkennt. Gegen Angriffe von außen schützt eine persönliche Firewall, die den gesamten ein- und ausgehenden Netzverkehr überwacht. Generell sollten Betriebssystem und Programme möglichst aktuell gehalten werden. Die Installation fragwürdiger Programme und das Öffnen seltsamer Attachments kann ebenfalls Trojaner ins System schleusen, die ein Sicherheitsrisiko darstellen.



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