Sorge um Neusiedlersee

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Sorge um Neusiedler See nimmt zu

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Eine Taskforce arbeitet mit Hochdruck an ''nachhaltigen Lösungen''.

Burgenland. Das Problem des niedrigen Pegelstands des Neusiedler Sees ist ein altbekanntes und hat lange Tradition. So greifbar wie nach dem jüngsten Sturmtief unter der Woche war es allerdings selten. So herrschte in der Ruster Bucht regelrecht Ebbe. Es wurden tatsächlich vereinzelt Boote gesichtet, die auf schlammigem Grund standen. Der burgenländische Nationalratsabgeordnete Christian Ries (FPÖ) forderte deshalb zügige Maßnahmen von den Verantwortlichen ein. „Die Sturmwinde ­haben verdeutlicht, wie schlecht es um den Wasserstand des Sees steht“, schlug er Alarm.

Taskforce will Details zur Rettung bald nennen

Tiefststand. Der Wasserstand des Neusiedler Sees ist bisher auch im Winter generell niedrig geblieben. Am Montag lag er bei 115,24 Meter über Adria und damit nur fünf Zentimeter höher als 1965, als der See mit 115,19 Metern seinen historischen Tiefstwert für Ende Jänner erreichte.

© zVg
Sorge um Neusiedlersee
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Taskforce. Laut Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) arbeitet die eingesetzte Taskforce an den letzten Details für eine „kom­plette und nachhaltige Lösung“. So soll in den nächsten zehn Jahren rund eine Million Kubikmeter Schlamm aus dem See geholt werden. Auch Gespräche über eine Wasserzufuhr aus Ungarn werden permanent geführt. Es gehe nicht um Einzelmaßnahmen, sondern um eine neue Grundausrichtung, so Dorner.

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